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Kein Kopfzerbrechen wegen der Kopfzeilen in Scrivener

Scrivener erlaubt auch das Erstellen von druckfähigen PDFs für Createspace, KDP, etc. Schon die Standardeinstellungen ergeben ein optisch ansprechendes Endergebnis. Allerdings versieht Scrivener das PDF-Dokument auf jeder Seite mit einer Kopfzeile mit Autorennamen und Titel, was bei deutschsprachigen Romanen nicht gebräuchlich ist.

Ein Buch mit Kopfzeilen

Diese Kopfzeile lässt sich entfernen. Bis ich es herausfand, habe ich mir ein paar Stunden lang den Kopf zerbrochen. (Man verzeihe mir das einfallslose Wortspiel…)  Hier meine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Damit die nervige Kopfzeile verschwindet, müssen wir ein eigenes Kompilierformat für das aktuelle Projekt anlegen. Dazu wählen wir zuerst „Kompilieren“.
In der Spalte „Formate“ wählen wir die Option „Paperback“ aus, weil unser neues Format auf dessen Einstellungen basieren soll. Unten links in derselben Spalte wählen wir das + und klicken auf „Format duplizieren und bearbeiten“.

Ganz links unten: Format duplizieren und bearbeiten …

Es erscheint ein neues Fenster mit vielen Möglichkeiten! Hier kann man einstellen, was das Herz begehrt.
Wenn wir keinen anderen Namen definieren, benennt Scrivener das neue Format automatisch mit „Taschenbuch (5.06″ x 7.81″) Kopieren“. Ich nenne es wenig kreativ „Taschenbuch (5.06″ x 7.81″) Header weg“, aber das kann jede halten, wie sie möchte.

So sieht’s aus.

Als nächstes wählen wir „Seiteneinstellungen“. Dort wählen wir „Kopf- und Fußleistentext“ aus. Die Kopfzeilen, die wir entfernen möchten, finden wir unter „Haupttext“ und „Doppelseiten“. Dort entfernen wir einmal den Platzhalter <$projecttitle> und <$author>. Alternativ lassen sich hier auch die Schriftart und Schriftgröße der Kopfzeile ändern.

Platzhalter entfernen, sichern, und gut!

Der nächste Schritt ist einfach. „Sichern“.

Unser Format erscheint nun bei den anderen Formatoptionen unter „Projektformate“.

Und wenn wir nun unser Projekt kompilieren, siehe da: Die Kopfzeilen sind weg!

Das 3. Viertel

Die Hälfte von „Der König von Blauwittern“ ist geschafft. Jetzt kommt das dritte Viertel, für mich die schwierigste Zeit im Schreibprozess. So viel schon geschrieben, doch das Ende ist noch ebenso weit weg! So lang hab ich gebraucht, um hier anzukommen! An dieser Stelle kommen dann auch immer die Zweifel: „Ist die Geschichte gut genug? Sind nicht viel zu viele Handlungsstränge angelegt worden? Sind zu wenig Handlungsstränge angelegt worden? Warum geht es schon wieder um einen Staatsstreich? Ist es nicht viel zu viel Politik? Darf ich noch mehr über Politik schreiben? Soll ich noch mehr über Karrenbauer schreiben? Welcher Leser interessiert sich für Karrenbauer? Warum habe ich nicht ein Buch nur über den Friedenfelser geschrieben!“, und so weiter. Aber da muss man sich durchbeißen.

Doch dafür gibt es wieder einige Reiseszenen zu schreiben, und zwar geht es durch weitere Provinzen von Huwelreich. Und es kommt noch ein dramatischer Zwischenfall auf die Figuren zu, um nicht zu sagen, ein Skandal!
Außerdem ist mein literarischer Liebling dabei.

Nebenher tippe ich die handgeschriebenen ersten Kapitel von „Der König von Blauwittern“ in den Computer. Und ich grüble nach, was das nächste Projekt sein soll. Für eines der Projekte müsste ich noch viel recherchieren; ein anderes der Projekte führt geradewegs nach Feuerburg, das ist natürlich ein Pluspunkt; und bei Projekt Nr. 3 handelt es sich um meine lange schon geplante Lieblingsgeschichte, die allerdings nicht in der Welt von Huwelreich und Laarenland spielt und auf drei Bände angelegt ist.
Ich halte es am besten wie Loge aus dem „Rheingold“: „Wer weiß, was ich tu …“