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Große Veränderungen auf dem Blog

Mit der Zeit wird hier alles geändert. Das Thema des Blogs wird sich verändern, das Blogbanner wird ausgetauscht werden (bloß die wundervolle echte Lili darf dableiben), und zunehmend werden die Seiten, die sich mit meinen „Büchern“ befassen, auf privat gestellt.

Ich plane, die Worms-Geschichten mit der Zeit hier auf dem Blog in einer eigenen Kategorie zu veröffentlichen, sodass sie niemand mehr auf Amazon kaufen muss: Wer Interesse hat, kann alles hier kostenlos lesen. Trotzdem möchte ich sie gerne auf Amazon stehen lassen, um mir selber manchmal ein Exemplar kaufen zu können.
Bis das soweit ist, wird es aber noch lange dauern. Ich bin kaum fähig, mehr als eineinhalb Stunden am Stück etwas am Computer zu machen, weil mich alles so anstrengt.

Außerdem würde ich die Worms-Sachen noch mit Kommentaren versehen, indem ich zum Beispiel Anspielungen erkläre, historische Hintergründe, die jetzt nicht super bekannt sind, erläutere oder Ähnliches – vergleichbar den Author’s Notes in Fangeschichten im Internet.

Zu den neuen Themen des Blogs:

Es gibt mehrere Dinge, die mir das Dasein schwer machen. Über die möchte ich berichten. Immerhin bin ich nicht die einzige, der es so geht. Da ich selber oft etwas Trost aus den Erfahrungsberichten anderer Betroffener gewinnen kann, möchte ich dies nun zurückgeben (bzw. zurückzugeben versuchen), in der Hoffnung, dass irgendjemand vielleicht auch getröstet ist, wenn er von meinen Schwierigkeiten liest.

Ich schreibe also darüber, wie es ist

wenn man immer als sonderbar galt

über meine Depression

mit PMDS zu leben/vegetieren
(für diejenigen, die es nicht kennen: Das ist überhaupt nicht vergleichbar mit PMS. PMDS raubt euch die Hälfte jedes Monats, steigert das Selbstmordrisiko, lässt die Erinnerungen an alle alten Angriffe und schlechten Erfahrungen wieder hochkommen, macht euch schlimmstenfalls 14 Tage lang zu einer Person, die ihr nicht kennt …)

über den Umgang mit Narzissten, denn davon kenne ich mehr als genug!

über das Leben als kleine Schwester und einziges minder-/normalbegabtes Kind in einer Familie von Hochbegabten

about certain traumas. These articles will be published in English.

wie es ist, wenn man eine Versagerin ist. Das braucht man nicht schönzureden, das ist so. Allerdings finde ich, dass auch Versager ein Recht auf Achtung haben.

über die Bücher, die ich lese

Das wär’s für heute. Ich bin erschöpft und muss aufhören. Gestern Nacht hatte ich einen Schwächeanfall und wäre fast umgekippt.

22. September 2023

Ich habe beschlossen, wieder öfter etwas auf meinem Blog zu veröffentlichen. Die Beiträge werden aber nur so lang sein, wie es meine chronische Erschöpfung erlaubt.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag (sofern es geht) eine Kleinigkeit aufzuräumen oder zu putzen oder sonst eine winzige Verbesserung vorzunehmen. Wenn größere Aufgaben anfallen, verzichte ich auf die Kleinigkeit. Gestern zum Beispiel konnte ich nichts aufräumen oder saubermachen, weil ich einkaufen war und mich den Rest des Tages davon erholen musste. Heute werde ich eine alte Tasche wegwerfen, deren Kunstleder zerbröselt, ein neues Buch ins Regal stellen und vielleicht noch ein paar Schachteln wegwerfen.

Ich lese gerne Bücher und mache mir anschließend Notizen dazu. Für heute möchte ich mir Notizen zu einem Buch über die normannische Eroberung Englands machen (natürlich vom Verlag C.H. Beck). Außerdem muss ich noch zu einem Kindle-Buch Notizen machen.

Wenn ich einmal mehr Kraft habe, möchte ich alle Bücher auflisten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es sind aber sehr viele, deshalb schiebe ich diese Sache immer vor mir her. Dadurch wächst die Liste allerdings stets noch weiter an.

Kann nicht mehr, muss aufhören. Tschüss!

Worms Band 4

Ich habe beschlossen, den letzten Teil des Worms-Buches hier auf meinem Blog zu veröffentlichen. Dann muss niemand dafür Geld ausgeben, und die Interessierten können trotzdem erfahren, wie es weitergeht.

Wann der vierte Worms-Band erscheint

Ganz einfach: Niemals.

Ich höre auf. Vielen Dank an all jene, die Anteil genommen haben, mich unterstützt haben und mir freundliche Mails und/oder Rezensionen geschrieben haben.

Ich bitte all jene um Entschuldigung, die mir geschrieben haben, aber denen ich nie geantwortet habe. Ich kann schon lange meine Mails nicht mehr abfragen; ich habe zu sehr Angst vor Hassmails (die erste Lesermail, die ich bekam, war von einem wütenden alten Mann, und ich denke jeden Tag daran. Das war 2017), und selbst wenn mir jemand etwas Nettes geschrieben hat, bekomme ich ein schlechtes Gewissen, weil ich mir Sorgen mache, dass ich diesen Menschen später doch noch enttäusche, wenn ihm ein anderes „Buch“ von mir nicht mehr gefällt, oder vielleicht wäre meine Antwort auf die E-Mail nicht gut genug. Vielen, vielen Dank, falls ihr mir geschrieben habt! Wie gesagt, es ist nicht persönlich gemeint, wenn nichts zurückkam.

Aber ich kann nicht mehr. Seit 2019 bin ich chronisch krank. Außerdem hat eine Person, zu der ich mein Leben lang aufgeschaut habe, mir meinen Traum vom „Bücherschreiben“ gnadenlos zertrampelt.
Ich habe es endlich verstanden: Es gibt Leute, die schreiben können, Geschichten erfinden, blabla, – und ich gehöre nicht dazu. Ich kann nicht formulieren, ich bin nicht kreativ, ich bin dumm und unfähig. Dass ich glaubte, die Welt mit meinen Ergüssen belästigen zu müssen, ist der Gipfel der Vermessenheit.
Ich war niemals eine Autorin, und das, was ich produziert habe, sind keine „Bücher“, sondern nur Schrott.

Es tut mir wirklich leid für alle, die für diesen Quatsch Geld ausgegeben haben. Entschuldigung!!!! Früher dachte ich echt, das wäre ganz nett und könnte den Leuten gefallen. Jetzt aber schäme ich mich für jeden Satz. Seit 2020 habe ich nie mehr etwas von mir „Geschriebenes“ lesen können, weil ich mich so sehr schäme.

Es tut mir so, so leid wegen allen, die ich persönlich kenne und denen ich ein „Buch“ von mir geschenkt habe, oder die eines freiwillig gekauft haben! So viel Hybris von mir. Aber damals war ich sehr glücklich, wenn jemand sich mit meinem Gestümper beschäftigt hat. Das war unermesslich lieb von euch. Aber es tut mir so leid, dass ich euch mit diesem Schrott belästigt habe! Enschuldigung!!!!

Dann kam 2019 diese Person. Ich hatte ihr zuvor nicht gesagt, dass ich „Bücher“ „schreibe“. Nachdem ich es ihr gesagt hatte, las sie den Worms-Schmarrn, und unterbreitete mir Vorschläge, wie ich es besser machen könne. Die Geschichte sollte nicht im Mittelalter spielen, sondern im Band-Milieu der Jetztzeit; ein böser Band-Manager sollte mitspielen; eine Figur, die von mir klar als an jeglichen Beziehungen uninteressiert dargestellt wurde, sollte in zwei andere Figuren verliebt sein und sich nicht zwischen ihnen entscheiden können, und dann sollte ich das Ganze noch unter meinem echten Namen veröffentlichen. (Lili Vogel ist mein Pseudonym, das ich von meinem Schwarzköpfchen Lili habe. Danke, meine wundervolle Lili, dass ich deinen Namen verwenden durfte! Entschuldigung, dass ich nur Stuss zustandegebracht habe, aber du nimmst mir das nicht böse. Du bist so lieb!)
Das war der Vorschlag dieser Person, und sie sagte, dass mit IHRER Idee das Buch dann erfolgreich sein würde. – Dass ich und gleichgesinnte Leute, die Fans dieser alten Sagen sind, nichts mit Bands und sonstigem modernen Quatsch lesen wollen, sah er nicht ein; er insistierte nur immer, dass SEIN Vorschlag der beste sei.

Wann immer ich versuchte, etwas zu „schreiben“, dachte ich an diese vernichtende Kritik. Seitdem kann ich nicht mehr „schreiben“, seitdem ist alles peinlich. Wenn ich sogar zu blöd bin, um ein richtiges Thema herauszufinden, dann kann ich es gleich sein lassen.
Ich bin fast draufgegangen vor Verzweiflung, aber der Bandmilieu-Typ beharrte darauf, dass er es nur gut gemeint habe mit seiner wundervollen Idee. Ich dürfe natürlich machen, was ich wolle, aber dann sei es eben schlecht. ER KENNT SICH JA MIT ALLEM AUS, SOGAR MIT MEINEN LIEBLINGSTHEMEN. Es ist schon interessant, dass ich, die Dumme, mich mit den Ausgangstexten für diese „Worms-Geschichte“ schon seit 19 Jahren beschäftige – der kluge Bandtyp aber nur einmal das Epos gelesen hat. Aber dieser Typ ist ein Genie, wie er mir oft genug zu verstehen gegeben hat. Also weiß er alles am besten, und ich bin unfähig.

Aber ich will nicht diesen bescheuerten Vorschlag umsetzen. Doch wenn das, was ich gemacht habe, miserabel ist, will ich es nicht mehr fortführen. Denn der Typ mit dem Vorschlag ist enorm klug, und ich kann ihm nicht das Wasser reichen. Also muss er ja Recht haben. Aber ich finde seinen Vorschlag ABSTOSSEND!

Ich gebe das „Schreiben“ auf. Ich war nie dazu geschaffen. Ich bin absolut talentlos. Ansonsten kann ich nämlich auch nichts.

Bald nehme ich den Quatsch aus dem Internet. Bis das soweit ist, geht es noch eine Weile.

Vielleicht folgt später noch ein Blogartikel, wie die dümmliche „Geschichte“ von mir hätte ausgehen sollen. Dann kann, wer interessiert ist, nachlesen und feststellen, dass ich alle zusätzlichen „Figuren“ nur konzipiert habe, um sie spätestens in Band 4 sterben zu lassen, damit es dramatisch wäre. Intrigen und so. Aber vermutlich sind die Intrigen für kluge Leute nur auf Kasperle-Niveau, weil ich doof bin. Was für mich komplex ist, ist für andere das banalste der Welt.

Ich tue der Welt einen Gefallen, wenn ich nicht mehr weiter den Anspruch hege, „Autorin“ zu sein. Bei diesem Wort kommt mir schon das Grauen. Ich war es nie und werde es nie sein. In meiner Familie können alle anderen besser formulieren. Genauer gesagt, die männlichen Verwandten. Sie sind auch alle soo, soo viel klüger als ich! – Meine weiblichen Verwandten sind alle sehr nett und haben mich rührend unterstützt, am meisten natürlich meine Mum. Und ein anderer Verwandter ist zwar auch hochintelligent (meiner Meinung nach der klügste Mensch, den ich persönlich kenne – nimm das, C!!!!!), aber der trumpft nie mit seinem überragenden Intellekt auf, nie macht er andere runter, sondern er ist sehr offen und freundlich und freut sich auch über die „Errungenschaften“ kleinerer Geister.

Ich schreibe nie mehr „Bücher“. Ich höre das Schreiben ganz auf. Für immer. Ich bin unfähig.

Das ist das Ende.

Ich habe ein Buch gelesen

Das ist ja an sich nichts Besonderes. Allerdings war das Buch, um das es hier geht, auf Italienisch – und meine Italienischkenntnisse (wenn man sie denn so nennen möchte), sind überaus mager. Tatsächlich hatte ich mir nur ein ganz klein wenig Lesekompetenz angeeignet; was ich bisher gelesen hatte, beschränkte sich deshalb auf ein paar mir schon bekannte Bücher auf Italienisch, ein paar selbstverlegte Romane, sowie ein halbes Buch über Graf Cavour und den Anfang eines Buches zum Risorgimento.

Im Januar aber habe ich diese kargen Kenntnisse zum ersten Mal richtig einsetzen müssen (eigentlich wollen, denn es bestand ja kein Zwang). Gleich am Erscheinungstag lud ich mir „Nient’altro che la verità. La mia vita al fianco di Benedetto XVI“ von Erzbischof Georg Gänswein auf den Kindle. Damals war noch nicht bekannt, ob das Buch auch auf Deutsch erscheinen würde – doch da ich sofort wissen wollte, was darin steht, musste ich mich eben ans Italienische wagen. Also habe ich mich durchgearbeitet, langsam, aber unaufhörlich. Innerhalb von sieben Tagen hatte ich es fertiggelesen, alle 320 Seiten.

Es war eine große Herausforderung, aber es machte auch viel Freude. Besonders gefiel es mir, wenn ich einen Satz las, zunächst erst gar nichts verstand, und sich beim tiefergehenden Untersuchen der Wörter der Sinn dann doch noch herausschälte – oft, indem ich die Verwandtschaft des jeweiligen Wortes zu seinen Entsprechungen in anderen Sprachen erkannte. Es war, wie wenn man ein schwieriges Rätsel löst.
Gegen Ende habe ich gemerkt, dass sich eine gewisse Verbesserung bezüglich Geschwindigkeit und Verständnis eingestellt hatte.
Natürlich weiß ich, dass es nichts Besonderes ist, ein Buch in einer Sprache zu lesen, die man nicht gelernt hat; jeder andere Mensch, der in der Schule wie ich Spanisch hatte, oder wie manche Leute Latein, könnte dieses Buch genauso lesen und selbstverständlich noch viel schneller!

Meine Lieblingsstellen aus dem Buch, aus dem Gedächntis schnell festgehalten:

Als Kardinal hatte Joseph Ratzinger einen Organspendeausweis. Erst als er Papst wurde, musste er ihn aufgeben, da die Leute im Vatikan dies nicht mit seinem neuen Amt für vereinbar hielten.

Den elektrischen Rollstuhl, den der Papst seinem Bruder Georg geschenkt hatte, benutzte er nach Georgs Tod selber.

Zum „Tag des Alters“ hielt Franziskus eine Rede im Vatikan und erklärte dabei, wie sehr er sich freue, dass Benedikt hier lebe: Es sei, als ob der alte weise Großvater mit im Haus wohne. Benedikt zeigte sich dankbar für diesen wertschätzenden Kommentar, sagte aber zu Gänswein mit sanftem Humor, dass Franziskus auch „großer Bruder“ hätte sagen können: Schließlich sei er nur 9 Jahre jünger als Benedikt.

Als Joseph Ratzinger am 19. April 2005 zum Konklave schritt, wurde er wie am Vortag von Georg Gänswein begleitet (jeder Kardinal darf bekanntlicherweise einen Begleiter mitnehmen). Er sagte zu Gänswein, dass es ihn gestern in der Sixtinischen Kapelle, wo die Wahl stattfand, gefroren hatte, und dass er deshalb einen Pullover unter dem purpurroten Talar trug. Es schließen sich Gänsweins bewegende Schilderungen des Wartens an und dann die Spannung unter den Begleitern und sonstigen Amtsinhabern, als klar ist, dass der neue Papst feststeht! (Das war sooo spannend, obwohl ich den Ausgang schon kannte :-D). Gänswein bekam eine plötzliche Eingebung: Er ging zum päpstlichen Zeremonienmeister und sagte ihm: „Falls Ratzinger Papst ist, denken Sie daran, dass er den schwarzen Pullover auszieht, bevor er die päpstlichen Gewänder anlegt!“ – Im Überschwang der Gefühle wurde das allerdings wieder vergessen, und deshalb sieht man auf den ersten Fotos des neuen Papstes unter seinen weißen Ärmeln den schwarzen Pullover hervorblitzen.

Noch eine Anekdote aus dem Konklave:
Man hat später gemutmaßt, dass Joseph Ratzinger seine Stimme dem Erzbischof von Bologna gab, bei jedem Wahlgang, auch dann noch, als die anderen begannen, ihre Stimme nur noch den aussichtsreichsten Kandidaten zu geben. Nach dem dritten Wahlgang wurde das Mittagessen eingenommen, und währenddessen ereiferte sich der Erzbischof von Bologna: „Ich möchte wissen, wer mich da immer wählt! Wenn ich rauskriege, wer das ist, dann hau ich dem eine rein!“
Ein anderer Bischof hatte die Sache schneller durchschaut und erwiderte: „Aber das geht doch nicht! Wie es scheint, ist derjenige, der Sie wählt, der künftige Heilige Vater. Wollen Sie dem Heiligen Vater eine reinhauen?“

Sehr, sehr berührend schilderte Erzbischof Gänswein die Momente nach der Wahl, als alle wussten, wer der neue Papst ist.
Kardinal Schönborn sagte am Tag danach etwas sehr Ergreifendes über Benedikts verstorbene Schwester Maria. – Sie hatte Anfang November 1991 einen Schlaganfall erlitten und ist einen Tag später verstorben. Ihr kleiner Bruder Joseph, dem sie den Haushalt machte, hatte einen Monat früher, Ende September 1991, einen leichten Schlaganfall erlitten, von dem er sich schnell wieder erholte. – Kardinal Schönborn sagte dem neuen Papst: „Heiliger Vater, während Ihrer Wahl habe ich oft an Ihre Schwester gedacht und habe mich gefragt, ob sie Gott gebeten hat, dass er ihr eigenes Leben nehme und das ihres Bruders verschone.“ Und Benedikt hat leise geantwortet: „Das glaube ich auch.“
Ein Einschub aus „Licht der Welt“: Noch im Jahre 2010 trug Benedikt die Uhr, die ihm seine Schwester nach ihrem Tod hinterlassen hatte.

Georg Gänswein schwor Benedikt gleich nach der Wahl Treue „in vita et in morte“.

Dies waren meine liebsten Stellen aus dem Buch, ergreifende, heitere, traurige und schöne.

Dann fand ich ein paar Tage später heraus, dass der Papst ein neues Buch veröffentlich hat, posthum. Es handelt sich gewissermaßen um sein geistiges Testament, und auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes ist es nicht auf Deutsch erschienen, da sich jedes Mal ein mörderisches Geschrei erhebe, wenn ein Wort von ihm veröffentlich wird. Stattdessen ließ er die Texte aus dem Deutschen ins Italienische übersetzen. Ja, da wusste ich, was ich als nächstes lese, und so kam es, dass ich dieses Jahr bereits ZWEI Bücher gelesen habe in einer Sprache, die ich nie gelernt hatte.

900 Jahre Wormser Konkordat

Heute vor 900 Jahren wurde der wirkmächtigste Konflikt des Mittelalters, der Investiturstreit, von Kaiser Heinrich V. und den Legaten Papst Calixt II. vor den Toren der Stadt Worms mit dem Abschluss des Pactum Calixtinum und des Pactum Heinricianum beendet. Danach zogen Kaiser Heinrich V. und die Legaten von Papst Calixt II. in den Dom St. Peter, wo der Kaiser nach elf Jahren vom Bann gelöst wurde.
Später prägte Leibniz den Namen, den dieses Vertragswerk bis heute trägt: Wormser Konkordat.

Der Investiturstreit war (nach den spätantiken Burgundern) das zweite historische Thema, das mich in seinen Bann schlug. Die Faszination dafür kam niemals zum Erliegen, und meine Büchersammlung über den Investiturstreit erstreckt sich über zwei Regalbretter und wiegt weit mehr, als ich auf einmal tragen könnte. Andere historische Themen traten dazu, namentlich die auf meinem Block allgegenwärtigen großen Preußen aus königlichem oder junkerlichem Hause, weiterhin die Habsburger, ein gewisser Komponist aus Sachsen, die Ottonen und die Staufer, die Merowinger ebenfalls.

Der Investiturstreit aber stand ganz am Anfang.

Ich würde gerne noch mehr schreiben, wie wichtig mir dieses Thema ist, doch es fehlt die Kraft.

Farewell, Your Majesty

Thank You for a lifetime of service.

You were the epitome of monarchy and of duty fulfilled.
You wrote history. For many of us You were the bridge that connected the ever-changing world of the present to the vast and majestic field of history.

Now history has taken You forever in its arms, and cloaked the world in mourning.

You are forever happy in the glory of eternity.

Today we say our final farewell, until – as You once said to us in dark times – we meet again.

BENU hat Russland verlassen

In Deutschland ist BENU noch weitgehend unbekannt; international hat sich das Unternehmen jedoch einen Namen gemacht als der Hersteller glitzernder, bunter, schimmernder Füllfederhalter. Das 2016 in Moskau gegründete Unternehmen nahm immer wieder mit einem Augenzwinkern Bezug auf seine russische Herkunft, indem es seine Modelle, fröhlich mit Klischees spielend, z. B. „Caviar“ oder „Vodka on the Rocks“ nannte.

Jetzt hat BENU Russland verlassen. Fortan sitzt das Unternehmen in Armeniens Hauptstadt Jerewan.

BENU hat sich sofort nach dem Angriff auf die Ukraine gegen den Krieg ausgesprochen: zuerst mit einem Bildbeitrag auf Instagram, der den Titel „Peace, not war“ trug und das Friedenssymbol zeigte, gebildet aus Füllfederhaltern; kurz danach mit folgender Stellungnahme auf seiner Homepage:

„We are truly shocked and saddened by the situation with Ukraine and pray for the restoration of peace as soon as possible. To all our friends in Ukraine – please stay safe, our thoughts are with you. Thank you all for your love and support, The BENU Team“

Ich bin froh, dass BENU deutlich zeigte, dass es auf der Seite des Friedens und der Freiheit steht, und ich bewundere das BENU-Team für die mutige Entscheidung, Putins Russland den Rücken zu kehren und in einem anderen Land den Neuanfang zu wagen.

Von links nach rechts: BENU Talisman Edelweiss, BENU Scepter VII, BENU Euphoria Bourbon, BENU Euphoria Vodka on the Rocks, BENU Scepter IV, BENU Talisman Dragon’s Blood

Hier kann man BENUs kaufen:

24papershop aus den Niederlanden (Hier bestelle ich alle meine BENUs. Die Seite ist auf Niederländisch; aber auch wer diese Sprache nicht versteht, sollte mit der Seite zurechtkommen – das Bestellen ist denkbar einfach. Die Lieferung trifft meist binnen 5 Tagen bei mir ein. Die Händlerin bietet das europaweit größte Sortiment von BENUs an, und die Preise sind unschlagbar.)

Zeitwerk in Deutschland (Das Angebot an BENUs ist kleiner als beim obigen Händler; dafür ist die Seite auf Deutsch. Man kann die Füller auch über Zeitwerks ebay-Shop kaufen.)

Wer außerhalb der EU bestellen möchte und die höheren Versandkosten nicht scheut, findet auch beim US-amerikanischen Händler Goulet Pens das gesamte BENU-Sortiment.

Direkt bei BENU. Hier gibt es auch exklusive Modelle.

BENU has left Russia

BENU, the manufacturer that has brought so much joy to collectors everywhere with its assortment of glittery, colorful and gorgeous pens as well as desk accessories has left Russia.
The company is now based in Yerevan, Armenia.

Immediately after the outbreak of war, BENU has shown its support for Ukraine, first by posting a picture of the peace symbol – made out of pens, with the caption „Peace, not war“ – on its Instagram account, and a few days later by posting following statement on its website:

„We are truly shocked and saddened by the situation with Ukraine and pray for the restoration of peace as soon as possible. To all our friends in Ukraine – please stay safe, our thoughts are with you. Thank you all for your love and support, The BENU Team“

From left to right: BENU Talisman Edelweiss, BENU Scepter VII, BENU Euphoria Bourbon, BENU Euphoria Vodka on the Rocks, BENU Scepter IV, BENU Talisman Dragon’s Blood

BENU, founded in 2016 in Moscow by Kate Dmitrieva and Alex Semanin, has oftentimes shown its Russian roots with pen models inspired by Russian tradition and nature: There is the mesmerizing Minima Baikal Ice, made out of transparent resin with white-silver colored flakes that glitter like ice on a sunny winter day; there is the elegant Euphoria Caviar, combining an elegant silvery-grey color with holographic sparkle, and there is the inofficial flagship pen, the one that embodies the essence of BENU’s design: the Euphoria Vodka on the Rocks. If you are going to swirl this pen in the light, people will think you are wielding magic.

But now this company has cut its ties with Russia, with the country that has been turned into an aggressor state due to the greed of one man alone. I remember how I told my Mum shortly after war broke out: „I am sure that the people of BENU are against the war, and I think that they will show it with a picture of some kind, maybe a blue and a gold pen together. They will do something!“
When they posted the picture of the peace symbol, I even teared up a little bit. I was so proud of them! And now they even left their home country. I admire their courage and humanity.

I am proud of BENU. You ended the first chapter in your company’s history, and you opened a new one.

Maybe the next pen model will be blue and yellow?

BENU Scepter VII, BENU Euphoria Bourbon, BENU Euphoria Vodka on the Rocks, BENU Scepter IV

I also hope that the well-known fountain pen retailers and Youtubers will spread the word about BENUs courageous decision to move.

You can buy BENU pens here:

Website of BENU

Retailers in the European Union:

24papershop (Website is in Dutch, but ordering is totally easy even if you don’t understand the language)

Zeitwerk (Website is in German)

US market:

Goulet pens

Goldspot pens

Ukraine

Putin hat einen furchtbaren Krieg begonnen.

Meine Gedanken sind bei dem gesamten ukrainischen Volk – bei den tapferen Soldaten und Zivilisten, die ihr Land verteidigen mit heroischem Opfermut, angeführt vom Helden Wolodymyr Selenskyj; bei den Flüchtlingen, die nicht wissen, ob sie ihre Angehörigen je wiedersehen, und die nicht wissen, ob sie je in ihr Land zurückkehren können; bei denen, die sich entschlossen haben, zu bleiben und auszuharren in ihrer geliebten Heimat.

Meine Gedanken sind bei den mutigen Zivilisten, die sich mit bloßen Händen Panzern, Konvois und Soldaten entgegenstellen: Es sind Frauen und Männer, jung und alt, in den Händen Fahnen, in den Herzen allergrößte Tapferkeit.

In langen Schlangen stehen die Menschen für Waffen an: Es sind Studenten und Senioren, Künstler, Programmierer und Managerinnen. Überall werden Molotowcocktails hergestellt, um sich gegen die Panzer des Feindes zu wehren. Ältere Frauen und Männer sprechen die russischen Soldaten an, fragen sie furchtlos, warum sie hier sind, und verlangen ihren Abzug.

Ich denke an die 13 heroischen Männer von der Schlangeninsel und den heldenhaften Ingenieur, der sich mit der Brücke in die Luft sprengte, um seiner Einheit den Rückzug ermöglichen zu können.

Meine Gedanken sind bei den furchtlosen Klitschko-Brüdern und allen, die in den schwer beschossenen Städten ausharren, bei den Ärzten, Polizisten, Politikern, Bürgermeisterinnen, Journalisten, einfachen Leuten – sie alle sind Männer und Frauen, die Unglaubliches leisten und Unfassbares erleiden.

Ich denke an alle Bürger anderer Länder, die sich noch in der Ukraine aufhalten und um ihr Leben fürchten müssen.

Mein Mitgefühl gilt auch allen Ukrainern, die außerhalb ihres Landes leben und mitansehen müssen, was mit ihren Familien, Freunden und ihrem ganzen Land geschieht.

Ich bewundere die nunmehr 1000 Freiwilligen, die sich in die Ukraine aufgemacht haben, um dort für die unschuldigen Menschen zu kämpfen.

Liebe Ukrainer, die Welt steht auf eurer Seite. Wir wünschen euch den Sieg, wir wünschen euch ein schnelles Ende des Kriegs, wir wollen eure freie Ukraine wiederaufbauen helfen. Das Schicksal soll euch wieder lächeln.

Meine Gedanken sind bei unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, die genauso Opfer dieses schrecklichen Krieges sind: Bei allen, die nicht mitgenommen werden konnten auf die Flucht, und die man dem Hungertod oder dem Tod durch Beschuss überlassen musste. Wie viele Aquarien standen in den Häusern der Städte, wie viele Volieren musste man zurücklassen? Wie viele Stalltiere in den Außenbezirken kamen um? Sie alle hatten ihr eigenes Leben, und sie wurden von Menschen geliebt. Und wie viele freilebende Tiere sind durch Artillerie gestorben? Ob Taube oder Maus: Es sind unsere Mitlebewesen, und es ist nicht der Wille der Natur, dass Tiere sterben und die Pflanzen vernichtet werden, weil ein einziger trotziger alter Mann den Zustand historischer Landkarten wiederherstellen will!

Deshalb bin ich so, so dankbar, dass Polen verkünden ließ, dass auch Haustiere willkommen sind.

Ich bewundere alle Russinnen und Russen, die gegen den von Putin entfesselten Wahnsinn auf die Straße gehen. Euer Regime will es verleugnen, doch es ist wahr: Die Welt steht auf EURER Seite.

Ich bedaure auch den Verlust der Gebäude, der Autos, der vielen Besitztümer, die jemandem gehört und jemandem Freude gemacht haben. So vieles wird vernichtet: Erinnerungen, Büchersammlungen, Manuskripte, Fabriken, Geschäfte, Schönheit, Spielsachen, Werkzeuge, Hausrat – alles zerstört.

Wenn ich die Fotos anschaue, scheint es wie zwei Welten: Zum einen Menschen mit heutiger Kleidung, mit Handys – hinter ihnen dann zerstörte Gebäude, ausgebrannt, schwarz und leer die Fenstern. Leblose Gebäude, da in ihnen niemand mehr leben kann. Trümmer, Balken auf dem Boden. Es ist, als wäre der Hintergrund den Büchern über den Zweiten Weltkrieg entnommen.

Doch es ist nicht die Geschichte, es ist die Gegenwart. Das Leid von damals ist zurück, dieselbe Zerstörung, dieselbe Not. Es ist die Fratze des Krieges, die aus tausend leeren Fenstern starrt.

Ich bin allen Ländern tief dankbar, die den Überfall auf die Ukraine verurteilt haben.

Meine große Hochachtung gilt den Ländern und Politikern, die sich als Vermittler angeboten haben und immer noch anbieten, unter ihnen auch Papst Franziskus.

Ich bin unglaublich stolz auf die Länder, die sich zur Aufnahme von Flüchtlingen bereiterklärt haben; besonders freute mich die sofortige Hilfsbereitschaft von Polen, Ungarn und Tschechien. Ihr seid großartig!

Ebenso stolz bin ich auf alle Privatmenschen, die kurzerhand Flüchtlinge bei sich aufnehmen, zur Grenze fahren, und auf alle, die wie auch immer Hilfe leisten.

Ich bin stolz auf alle Länder, die sich an Sanktionen gegen Russland beteiligen: Auf die EU und ihren Zusammenhalt; auf Kanada und Australien und die USA; auf unsere großartigen Freunde Japan und Südkorea; auf die Unterstützung von Singapur. Und welche Ehre, dass auch die neutrale Schweiz sich den Sanktionen anschließt!

Ich danke allen Ländern, die Kriegsgerät liefern. Die Zeit der Reden und Diplomatie hat Putins niederträchtiger Überfall beendet – jetzt brauchen die Ukrainer Waffen und Ausrüstung. Die Geißel des Krieges ist nach Europa zurückgekehrt.

Ich bin stolz und dankbar, dass so viele Länder sich zu Hilfslieferungen bereiterklärt haben: Europa, die USA, Kanada, Australien, Japan, Südkorea, Israel, Singapur, Taiwan.

Ebenso stolz bin ich auf Privatleute, die spenden: Von denen, die nur einen Euro erübrigen können, bis zu dem japanischen Unternehmer von Rakuten, der acht Millionen Dollar gespendet hat.

Vielen Dank für die unschätzbare Hilfe an das Rote Kreuz und den Roten Halbmond.

Ich freue mich, dass die Türkei die Meerengen schließt! Es ist euer Recht, das zu tun, und Geschichtsfreunde wissen, wie oft Russland euch die Oberhoheit über sie abstreiten wollte. Ich bin dankbar, euch als Nato-Verbündeten zu haben.

Ich bin stolz auf die Politiker und Diplomaten hier und in den anderen Ländern, denen man die Sorgen, die Mühen und den pausenlosen Einsatz ansieht. Eure Bürde ist schwer, und ihr gebt alles!

Ich bin stolz auf die überbordenden Solidaritätsbekundungen überall auf der Welt und im Internet: Menschen demonstrierten auf dem ganzen Kontinent, in Europa, Argentinien, Delhi, Japan, Istanbul, Teheran. Im Internet zeigen Unzählige ihr Mitgefühl in den Kommentarbereichen von YouTube: Friedenswünsche aus Brasilien und den Philippinen, Korea und China, Australien, Kanada, den USA, Europa, der Türkei, Indien. Das Bild der Berliner Demonstration, die ganze Straße bis zum Brandenburger Tor gefüllt mit 100.000 Menschen, hat mich mit dem größten Stolz erfüllt. Danke an alle, die vor Ort oder im Geiste dabei waren.

Danke an alle Menschen, die auf welche Art auch immer zeigen, dass sie auf der Seite des Friedens und der Ukraine stehen, mit Worten oder ohne Worte. So wie die kleine Babuschka in der Moskauer U-Bahn, die eine leuchtend gelbe Jacke und ein strahlend blaues Kopftuch trug.

Danke an alle, die für den Frieden beten oder für den Frieden Tränen vergießen.

Ich danke allen Ländern, die im UN-Sicherheitsrat Russlands Krieg verurteilten.

Ich bin enorm stolz auf den russischen Delegierten Oleg Anisimov, der sich im Weltklimarat für den Angriff auf die Ukraine entschuldigte. Wir brauchen noch mehr Russen mit seinem Mut!

Ich hoffe so sehr auf China, dass es Putin endlich in die Schranken weist, und wenn auch nur, um seine Märkte zu retten. Bitte, China, tu etwas! Wir brauchen deine riesige Stärke!

Ich freue mich, dass die unbekannten Hacker der Gruppe Anonymous unermüdlich die Seiten der russischen Regierung lahmlegen, die russischen Fernsehkanäle hackten, damit sie ukrainische Sender und die Wahrheit zeigen! Wie jemand im Internet schrieb: Ihr seid wie die Avengers!

Die ukrainische Regierung bietet allen russischen Soldaten, die sich ergeben, 40.000 Euro an. Ich bin begeistert, dass die internationale IT-Industrie das Geld beisteuert. Es ist anständig, dass die Linke ihnen Asyl in Deutschland anbietet, denn in Russland würden sie als Deserteure wohl kaum freundlich aufgenommen werden.

Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass alle Parteien im Bundestag Russlands heimtückischen Angriff verurteilen.

Ich bin beeindruckt, dass Christian Kern, österreichischer Bundeskanzler a. D., seinen Aufsichtsratsposten bei der russischen Eisenbahn sofort niedergelegt hat. Ich mochte seinen Nachfolger viel mehr – aber Ehre, wem Ehre gebührt.

Danke an alle Unternehmen und Privatmenschen, die Russland freiwillig boykottieren: Von den Supermarktketten über die Ölgiganten, von den Autoherstellern, Google, Twitter, YouTube und Apple bis zu den Filmstudios von Hollywood.

Danke an die internationale Judovereinigung, die Despot Putin die Ehrenpräsidentschaft aberkannt hat, und danke an die Sportverbände, die Russlands Teams ausgeschlossen haben. Danke an die Fußballvereine, die ebenso Zeichen setzen, und danke an die Fußballfans, die ukrainischen Spielern wie z. B. in Portugal überwältigende Anteilnahme zeigen.

Mein Dank geht auch an den reichen Oligarchen, der seinen Fußballverein Chelsea verkauft und den Gewinn an ukrainische Opfer des Krieges spenden möchte. Wenn er auch als Kreml-nah gilt – wer sich von Putin abwendet, tut das Richtige!

Und vielen Dank auch an ein kleines Unternehmen in Russland namens Benu, das bunte, glitzernde Füllfederhalter herstellt und auf Instagram ein Bild veröffentlich hat: glitzernde Füllfederhalter, die das Friedenszeichen bilden. Ich bin stolz auf euch.

Mit Rührung und Dankbarkeit habe ich gelesen, dass in der UN-Vollversammlung 141 Länder Russlands Angriff verurteilt haben! Von Giganten bis zu kleinen Inselstaaten – eine überwältigendes Zeugnis für den Frieden, ein Schulterschluss der Nationen! (Und von den 35, die sich enthalten haben, werden einige gewiss auch einen raschen Frieden wünschen, aber vielleicht aufgrund ihrer jeweiligen Lage den Aggressor Russland nicht allzusehr verärgern wollen. Sie müssen auch ihre eigenen Interessen im Auge behalten, und wer von Russland abhängig ist, kann nicht völlig frei abstimmen.)

Es freut mich so sehr, dass Brasilien auch für die Resolution war! Und die vielen kleinen Länder aus allen Ecken der Welt! Alle Europäer standen vereint, natürlich, und unsere Freunde aus Ostasien, Japan und Südkorea! Die USA, Kanada und Australien hatten allen gezeigt, wo sie stehen! So viele Staaten in Afrika waren dafür, danke, danke, danke! Besonderen Dank auch Äthiopien: Du warst einst in derselben Notlage wie die Ukraine, aber der Völkerbund ließ dich im Stich. Dem Nahen Osten ebenfalls meinen tiefsten Dank, und Südostasien!

Vielen Dank an alle regierungskritischen Russen, die Ärzte, Künstler, Sportler, die Tochter von Putins Sprecher und rechter Hand, die sich öffentlich gegen Putin ausgesprochen haben. Vielen Dank an Nawalny. Wir brauchen noch mehr wie euch, das ganze Land muss aufwachen!

Vielen Dank an alle Russen, die ihre Waffen niederlegen. Ein Despot hat keinen militärischen Gehorsam verdient. Ich hoffe so sehr, dass sich integre Generäle finden, die Putins Wahnsinnskrieg beenden, oder dass das russische Volk sich erhebt und seinen Diktator hinwegfegt.

Frieden für die Ukraine und Freiheit für Russland!

Frieden für die Welt!