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Meine Füller – Teil 1

Hallo! Schon vor langer Zeit hatte ich versprochen, einmal einen Blogartikel über meine Füller zu schreiben. Hier ist er endlich!

Freilich sind das längst nicht alle Füller, die ich besitze; vielmehr seht ihr hier nur einen kleinen Teil meiner Sammlung. Teure Modelle besitze ich keine. Trotzdem liebe ich jeden einzelnen meiner Füller, jeder bereitet mir Freude, und bei jedem weiß ich, bei welchem Manuskript er zum Einsatz kam.

Diese Füller möchte ich euch heute vorstellen:

Kleiner Hinweis vorneweg: Evtl. kann das Folgende als Werbung angesehen werden. Allerdings habe ich die Füller/Stifte alle mit meinem eigenen Geld erworben und werde fürs Schwärmen über meine Schreibutensilien weder gesponsert noch sonstwie vergütet. Falls das jedoch ein Füllerhersteller liest und nun den Einfall bekommt, mich fortan zu fördern/mir Füller zum Testen zu schicken o. Ä.: Ihr könntet mir keine größere Freude bereiten!!!!! Ich wäre gleich dabei!

Die meisten meiner Füller bekommen Namen von mir.

Links oben: Der Wormser-Dom-Stift

Das ist ein Modell von PENBBS, einem chinesischen Füllerhersteller. Ich habe ihn gekauft, weil er mich an den Wormser Dom erinnert, an seine grauen Steine. Er kommt entsprechend bei weihevollen Szenen zum Einsatz. Außerdem erinnert er mich auch an Rauch, wie nach dem Untergang einer stolzen Stadt oder eines mächtigen Reiches. Zum Beispiel Worms 1689 🙁

Leider schreibt der Füller recht dünn und mit vielen Aussetzern und ist deshalb kein Lieblingsfüller von mir.

Die zwei Stifte darunter mit goldenem Griffteil: Dolch-Stifte

Das hier sind Dolchstifte. Auch sie kommen aus China, und sind, glaube ich, von Jinhao. Es sind Kugelschreiber mit Gelmine. Der eine ist aus Rosenholz und der andere aus Ebenholz. Für mich sehen sie wie Dolche aus.

Sie liegen gut in der Hand und schreiben sehr gut.

Der vierte von oben: Diplomat Traveller Flame

Endlich ein Stift Made in Germany! Jedes Exemplar des Travellers wird von Hand geflammt und hat deshalb sein eigenes einzigartiges Muster.

Die Feder schreibt sehr gut, schön nass und immer zuverlässig. Der Füller ist äußerst schlank; dünner dürfte er nicht mehr sein. Das Feuermuster ist im Schatten deutlicher zu erkennen als in der Sonne/unter der Schreibtischlampe.

Der schwarz-rot-orange-gold gemusterte Füller: Der Untergangsstift

Dieser Name stammt natürlich auch von mir. Er ist ein PENBBS, dasselbe Modell wie der graue Füller ganz oben. Er war recht schwierig aufzutreiben, fast im ganzen Internet war er ausverkauft. Sein wirklicher Name ist irgendwas mit Sunrise oder Sunset, glaube ich. In mir erweckt er jedoch Gedanken an Feuer und untergehende Reiche. Mit ihm habe ich das Ende meines Romans über alte Germanen geschrieben.

Wie der andere PENBBS schreibt der Untergangsstift nicht sonderlich satt, sondern eher zögerlich.

Der kleine orange-goldene: Der Bernsteinstift

Dieser Füller ist von Montagut. Er ist ein Minifüller, ist gerade so lang wie meine Handfläche. Mir gefällt sein Bernsteinmuster sehr gut.

Im Gegensatz zu den PENBBS-Füllern von oben schreibt der Bernsteinstift sehr nass, ohne Aussetzer und Anschreibprobleme. Sein Mini-Konverterchen ist zwar rasch leer, aber wenn man das Füller-Auffüllen mag, ist das ja ein eindeutiges Plus!

Der Stift ganz rechts: Der Speerstift

Das hier ist ein Kugelschreiber mit Drehverschluss. Ja, mich erinnert seine Form an einen Speer. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich in meinem Leben so viel Wagner gesehen habe, dass mich selbst jede Eisenstange im Baumarkt gleich an Götterdämmerung (insbesondere die von Harry Kupfer) und Rheingold und Walküren usw. erinnert …

Wie man sieht, ist der Speerstift um ca. 30 % länger als normale Stifte. Es gibt ihn auch noch in schwarz, dann sieht er aber aus wie ein Zauberstab.

Das waren ein paar meiner Füller und Stifte. Oder, wie man auf Englisch sagen könnte: My pens are my friends! Ich gehe nun zurück zum Korrigieren meines neuen Buches. Gleich gibt es eine Schlachtszene!

20. Mai 2020

In zwei Tagen hat Wagner Geburtstag! Am Tag danach ist der Todestag von Kaiser Heinrich V., und am 25. Mai ist der Namenstag meines Lieblingspapstes Gregor VII.

Ich habe das Worms-Buch 1,5 nun in Gänze ins Notebook diktiert. Es hat putzige 44 000 Wörter und ergibt dann wohl ca. 150 Buchseiten. Jetzt muss ich zuerst einmal all den Humbug korrigieren, den das Diktierprogramm geschrieben hat. Danach gebe ich das Buch meiner besten Testleserin.

In letzter Zeit habe ich nicht viele Bücher gelesen, denn ich hatte viel andere Arbeit. Somit habe ich nur das Buch über den 2. WK zu Ende gelesen, und danach las ich etwas völlig anderes: Einen Roman auf Englisch über eine Prinzessin, die einen König heiraten soll, aber stattdessen mit einem Schmied, der nebenbei auch ein Adliger ist (?) durchbrennt und ihn gleich heiratet. Ach Manno …

Nun lese ich wieder etwas Seriöses: ein Buch über die Geschichte des Papsttums im Mittelalter.
Außerdem lese ich ein Buch über Chrodechilde auf Französisch.

Gedanken zur Verwendung des Apostrophs:

Nach den Regeln/Empfehlungen des Dudens braucht man ja bei verkürzten Wortformen, die trotzdem für die Leser verständlich sind, keinen Apostroph als Auslassungszeichen setzen, also statt “ würd ‚ “ kann man auch “ würd “ schreiben. (Zur Verdeutlichung stehen hier Leerzeichen, die sonst überflüssig wären.)
Ich persönlich mag die Form ohne Apostroph nicht; das sieht dann alles gleich so salopp und nach umgangssprachlichem Gelaber aus, geradeso, als sei das „Cool-Klingen“ der einzige Grund, aus dem die Wortform verkürzt wird. Wenn man dagegen, wie ich, Wert auf den Sprachrhythmus legt, dann hat man sich stets weitaus sorgfältiger Gedanken darüber gemacht, ob im Text „hätte“ steht oder ob auf die letzte Silbe verzichtet wird. (Und bei Gedichten mit richtigem Versmaß ist das noch viel wichtiger! Eine Silbe zu viel, und die ganze Strophe ist ruiniert! Ich liebe Versmaß! Schließlich komme ich nicht von der Prosa, sondern von der Dramatik her. Alexandriner und Blankverse mochte ich am meisten.) Ich finde, das darf der Leser dann auch sehen, dass ich die einzelne Endsilbe aus ästhetischen Erwägungen auslasse und nicht etwa, ohne mir Gedanken zu machen, auf alle Endsilben verzichte, nur damit die Figuren cool und locker klingen. Deshalb ziehe ich es vor, den Apostroph zu setzen.
(Nachtrag: Ich glaube, wenn ich bei jedem abgekürzten wär/würd/usw. einen Apostroph setzen würde, schiene es für die Augen heutiger Leser übertrieben. Hier meine salomonische Lösung: Wenn ich würde und wäre usw. abkürze, weil eine Figur als weniger gebildet/lässig sprechend gezeigt werden soll, wird auf den Apostroph verzichtet; wenn die verkürzte Form verwendet wird, weil sie den Rhythmus fördert, wird der Apostroph dagegen gesetzt. Und wenn eine Autorin immer auf Apostrophen verzichtet, weil alles umgangssprachlich und locker klingen soll, dann kann ich das auch akzeptieren. Mir wäre es nur allgemein lieber, wenn der Duden weiterhin den Apostroph gutheißen/empfehlen würde.)
Ein kleiner Gruß an jemand Speziellen, der diesen Blog vermutlich gar nicht kennt, aber, falls er doch einmal hierauf stoßen würde, gleich wüsste, dass er gemeint ist: Gegen den Apostroph haben wir beide persönlich ja nichts einzuwenden; nur gegen die Leute, die den Ruf diese’s armen Auslassung’s Zeichen’s unbeirrt zu zerstören suchen. X-D

Und ich habe mir Bücher bestellt, so viele! Neue und gebrauchte. Bald kommt die erste Ladung. Alle möglichen Themen sind dabei, von einem Ausstellungskatalog über die Reichsgründung (war ja klar), einem Buch mit Farbfotografien aus dem Kaiserreich (dito), einem Buch über die ersten Christen Roms (Antike! Wie ungewohnt), einer Biographie über Kaiser Konrad II. (Salier. Natürlich immer!) bis zu einem 3-bändigen Werk über Byzanz (untergegangene Reiche haben stets einen besonderen Platz in meinem Herzen/Regal). Und ein Buch über Deutschland und Burgund im früheren Mittelalter!
Und bin ich jetzt etwa zufrieden und brauche keine Bücher mehr? Nein. Es gibt noch so viele, die ich auch noch lesen will. Wäre das möglich, dass mich der C.H. Beck-Verlag, WBG, Kohlhammer Urban oder alle drei sponsern? Ich habe zwar keine große Reichweite, bin keine Koryphäe auf keinem Gebiet und habe auch sonst nichts vorzuweisen, aber ich LIEBE eure Bücher! Und dass die C.H. Beck Wissens so schön bunt sind, und die Kohlhammers so quietschgelb (waren), und dass die WBGs so tolle Kaiserbiographien haben! Einmal kaufte ich ein Buch von einem Verlag, der mir nicht so bekannt war, und zweifelte schon daran, ob das Buch auch wirklich meinen Ansprüchen entspricht – kaum dass ich es aufschlug und im Impressum las: „Erstausgabe erschienen bei C.H. Beck“ waren alle Zweifel ausgelöscht! Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele Historienromanleser ich schon vergrämt habe, indem ich ständig betone, dass ICH ja Bücher lese, die von richtigen Professoren und Professorinnen geschrieben sind. Die Historienromanfans halten mich alle für einen Snob. Und ich muss zugeben: Das gefällt mir. 😉

Also dann: Bis irgendwann!

Neues zu Worms 1,5

Heute habe ich 5700 Wörter von Worms 1,5 ins Notebook diktiert. Damit hat das Buch bisher 23 000 Wörter. Vermutlich wird es am Schluss ca. 130 bis 150 Buchseiten haben.

Hier eine Stelle, an der ich wieder am Diktierprogramm verzweifeln durfte:

„Am frühen Abend erreichten sie denkt sich’s Heimatdorf. Es war längst nicht schwer Glückstadt; Küsschen gab es hier fast keine, statt des Fisch Filet stellte.“

Alles klar.

Worms 1,5 ist zur Verständnis der Burgund-Geschichte nicht zwingend nötig. Es ist eigentlich nur ein Zusatzbuch, das ich für mich selber schrieb (sozusagen Fanfiction). Ich bringe es trotzdem in präsentable Form und werde es nach Fertigstellung veröffentlichen, falls jemand gerne über noch mehr Abenteuer bei den Hunnen lesen möchte.

Jetzt höre ich auf, werde noch ein paar YouTube-Filmchen schauen und vielleicht etwas lesen. Hoffentlich kann ich morgen 10 000 Wörter diktieren, das wäre großartig.

9. Mai 2020

Hallo! Was gibt es Neues von meinen Büchern?
Also, ich muss etwas gestehen … Worms 4 stagniert schon seit einem Monat. Es verhält sich nämlich wie folgt: Ich habe einen Handlungsstrang, der seit jeher für Mitte/zweite Hälfte geplant war, vorgezogen an den Anfang des Romans. (Ich hatte ein schlechtes Gefühl dabei, aber ich hab mir eingeredet, das sei schon in Ordnung!) Doch mit dieser Entscheidung war ich nicht zufrieden, habe hin- und hergegrübelt und kam zum Schluss, dass der Handlungsstrang nach hinten gehört. Nur leider ist er in den Anfang des Romans schon fest eingewoben. Entweder muss ich viel umschreiben (und das ist sehr doof, wenn man auf Papier schreibt, weil ständig der Platz ausgeht) oder alles verwerfen. Ich habe beschlossen, alles zu verwerfen (es ist aber erst ein halber DIN-A4-Block, wären also ca. 40 Buchseiten). Das hat mir etwas die Motivation genommen, und ich ging zu einem anderen Projekt über, das ich seit letztem Jahr im Auge habe.

Die gute Nachricht: Dieses Projekt ist seit gestern fertig!
Es ist ein Buch, das inspiriert ist von den alten Germanen, von Marvels Thor und Loki, und von Edda und Wagneropern. Das Besondere ist, dass ich das ganze Buch über den Stil alter Epen imitierte, mit Alliterationen, typischen Schilderungen von Kampfszenen, usw. Stellenweise wird sogar gereimt.
Ja, ich gebe es zu: Meine Liebe zur großen Literatur begann mit den Epen, und zu den Epen zieht es mich zurück. Was ich scherzhaft anzudrohen pflegte, wird bald wahr: Irgendwann werde ich nur noch in Versen schreiben, Minuskelschrift verwenden und völlig den Bezug zur Gegenwart verlieren. Für die Schreibfedern sorgen dann übrigens meine wundervollen Schwarzköpfchen.

Das neue Buch ist: Eigenartig, sonderbar, total übertrieben. Aber das Tolle daran ist: Das, was der Roman sein will, zieht er bis zum Ende durch. Er will eine Reminiszenz an alte Sagen sein, und das ist er von Anfang bis zum Schluss. Wie viele andere Bücher geben sich den Anschein, etwas Besonderes zu sein oder (als Verbeugung vor dem Original) etwas Besonderes imitieren zu wollen, und rutschen nach den ersten 10 Prozent (praktischerweise immer die Amazon-Leseprobenlänge, ne?) in die alten Geleise: Alles Besondere, alle Alleinstellungsmerkmale werden zurückgestellt, damit Platz ist für die 08/15-Handlungsstränge. Ich bin dann immer enttäuscht. Bei Büchern mag ich Werke, die nicht glattgeschliffen sind vom Mainstream, ich mag Bücher mit Persönlichkeit, besondere Bücher, nicht die zehnmillionste Liebesgeschichte, die nur ein vielversprechendes Setting gekapert hat und nun in die altbekannten Gewässer steuert.
Ich bin mir sicher, viele Leser würden das neue Projekt für schlecht und bemüht und altertümelnd halten. Zum Altertümeln muss ich aber sagen: Altertümeln tun nur die, die alt klingen wollen und es nicht können: „Oh holde Bauernmaid, wie bist du schön!“ – Da „hold“ das Lehnsverhältnis bezeichnet, ist es hier fehl am Platze.
Wer dagegen weiß, wie man die Sprachmuster früherer Zeiten, anderer sozialer Schichten und bestimmter Autoren imitiert, weiß, was er tut. Meine Güte, ich achte sogar darauf, wer heutzutage noch bewusst den Ablativ verwendet! Lösung: Es sind immer ältere Semester, die sich meistens einer Professur erfreuen. Ablativ = Fall für kluge Köpfe.
Und da ich ja mehr Bücher aus alten (und uralten) Zeiten gelesen habe als Gegenwartszeug, kann ich weit besser frühere Sprachstile imitieren als Leute, die ihr „Wissen“ über frühere Epochen nur aus Historienromanen und dem Fernsehen haben.

In diesem Sinne: Das neue Buch hat wieder einmal eine winzige Zielgruppe, aber das ist ja nichts Neues bei mir.

Doch jetzt ist es schon fertig, wird ein paar Monate lang herumliegen und staubig werden, denn ich widme mich (endlich! endlich, ich Langsame) dem Diktat der Worms-Bücher 1,5 und 3.

8. Mai 2020

Welche Bücher ich seit Veröffentlichung des letzten Blogartikels gelesen habe:

  • Ein Buch über die Völkerwanderung (hervorragend)
  • Ein Buch über das Reich der Vandalen in Afrika (hervorragend)
  • Ein Buch über das Ende der Kolonialreiche in Ostasien
  • Ein Buch über die Camps im Burenkrieg
  • Ein Buch über die Frau im Mittelalter (da waren leider einige Fehler drin, gerade in Bezug auf den Investiturstreit, und der ist schließlich eines meiner Lieblingsthemen. – Und das ungebildete Rechtschreibprogramm unterstreicht den Investiturstreit rot. Du Banause!)
  • Außerdem einen Roman über Obi-Wan Kenobi und seinen Meister. Und das, obwohl ich die Star-Wars-Filme 1 bis 6 gar nie in Gänze gesehen habe. Aber dank diverser YouTube-Clips weiß ich schon jetzt, welche Figuren meine Lieblinge wären X-D

Da heute 75 Jahre Kriegsende ist (in Europa; in Asien ging es bekanntlich noch länger), lese ich seit gestern ein Buch über den II. WK. Das ist meine Form des Gedenkens. Außerdem habe ich, als wie jeden Abend die Kirchenglocken läuteten, ein Filmchen gemacht vom Himmel an diesem historischen Gedenktag.

Von ernsten Themen zurück zu mir: Mein Diktierprogramm ist übrigens gar nicht so schwerhörig, wie ich zuletzt immer dachte. Der Grund ist ein anderer: Mein Headset ist wohl kaputt! Wenn ich ins interne Mikrofon des Notebooks diktiere, kommt gar kein solcher Unsinn heraus. Ich muss morgen einen Auszug posten, was mein Headset für Humbug produziert hat. Super lustig, aber wer das ohne Kenntnis der Umstände lesen würde, müsste mich für verrückt halten!

21. April 2020

Hallo! Jetzt habe ich seit fast einem Monat nichts mehr in meinen Blog geschrieben! Zuerst einmal möchte ich auflisten, welche Bücher ich seit dem letzten Mal gelesen habe:

  • Von Speyer nach Rom. Ein Buch über die Salier (war super!)
  • Ein Buch über die Habsburger
  • Ein Buch über Kolonialismus
  • Geschichte des Elsass (Kohlhammer Urban) (war auch super)
  • Ein Buch über die Stuarts (C. H. Beck Wissen) (sehr interessant)
  • Ein Buch über die Reichsgründung aus dem C. H. Beck-Verlag (seit die Wissen-Reihe ein neues Design bekam, habe ich aus stillem Protest keines mehr gekauft, weil ich es nicht mag, wenn sich Dinge ändern. 🙁 Aber als ich sah, dass am 16. März ein Buch über die Reichsgründung erscheint, wusste ich, dass das bei mir einziehen muss!)
  • Ein Buch über die Sieben Weltwunder, obwohl mich die Antike gar nicht interessiert. Es war Teil einer Antike-Box des o.g. Verlags; einzeln hätte ich das nicht gekauft. Ich habe es binnen eines Abends durchgelesen. Trotz mangelnden Interesses hat es mir gefallen, also: Bravo, lieber Autor!
  • Ein Buch mit Briefen von Bismarck an seine Frau Johanna
    (An einer Stelle schrieb er, dass er bis um 1 Uhr nachts gearbeitet hat, und dann statt Löschsand das Tintenfass über seine Dokumente leerte. Mir ist das noch nicht passiert, weil ich keinen Löschsand verwende, aber trotzdem konnte ich da heftig mitfühlen!)
    Selbstverständlich hat mir das Buch gefallen!
  • Ein Buch, das die Liebesgeschichte von Prinz Wilhelm, dem nachmaligen König und Kaiser Wilhelm I., und Elisa von Radziwill behandelt (war sehr spannend)
  • Ein Kohlhammer-Urban-Band über die Kaiserdynastie der Luxemburger. (Das war schon sehr anspruchsvoll zu lesen, denn übers Spätmittelalter weiß ich weniger als über z. B. das Frühe und Hochmittelalter oder das lange 19. Jahrhundert. Weil das Buch randvoll mit Informationen war, musste ich mich schon sehr konzentrieren. Zudem habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas noch nicht weiß. Aber genauso liebe ich meine Bücher!)
  • Ein Buch über die Päpste (ich hatte mir eine konzisere und ausgewogenere Darstellung erhofft. Leider ist das Buch weniger ein allgemeiner Überblick als vielmehr eine Auswahl einzelner Päpste, wobei mannigfaltige Themen, die auch wichtig sind, viel zu kurz kommen (das Große Abendländische Schisma, das Konzil von Konstanz, Papst Johannes XXII., die düstere Epoche im Frühmittelalter, Pius XII., usw.) Der Autor bittet jedoch im Vorwort um Nachsicht, dass sein Buch zwangsläufig unvollständig ist, und versichert uns, dass er sich über das, was nicht im Buch erwähnt wurde, mehr Gedanken gemacht hat als um das, was drinsteht. Außerdem bekommt Papst Gregor VII., mein Lieblingspapst, ganze 14 Seiten zugeteilt! Nur Johannes Paul II., Benedikt XIV. und Sixtus V. bekamen mehr Seiten.
    Irgendwann kaufe ich mir endlich das Buch „Pontifex“ mit 928 Seiten. (Von diesem Autor habe ich schon eine Biographie über Alexander VI. gelesen und fand sie hervorragend.) Schon seit seiner Erscheinung schleiche ich drum herum und schwanke nur, weil es mit 900 Seiten sicherlich sehr schwer ist und entsprechend unangenehm zu halten. Trotzdem muss es die Papierausgabe statt des E-Books sein, weil ich in Papierausgaben viel besser Sachen wiederfinden kann als in E-Books. (Die Suchfunktion in E-Books mag ich nicht sonderlich.)

Seit gestern lese ich ein Buch über die Völkerwanderung von einem Autor, dessen vorzügliche Attila-Biographie ich auch schon gelesen habe. Heute lese ich es vermutlich zu Ende.

Bücher, Bücher, Bücher! Außerdem lese ich ein Buch über die Romanovs, auf Englisch, aber ich bin noch nicht sonderlich weit.

Was soll ich danach lesen? Es gibt so viele, die mich interessieren, und mein Stapel ungelesener Bücher ist praktisch so groß wie der Turm zu Babel. Themen, die mich zurzeit am meisten locken, sind: Vietnam, Papsttum des Spätmittelalters, Goten und Vandalen, Aborigines, ein Buch über Großreiche, ein Buch über das Ende des Kolonialismus in Südostasien, und alles, wo Kohlhammer Urban draufsteht.
Bücher, die ich schon seit langem lesen/zu Ende lesen sollte: Das Buch über Karolinger, über die Stadt im MA und über das British Empire.

Bis zum nächsten Mal, dann schreibe ich auch wieder etwas über meine eigenen Bücher!

Wo alle sterben

Ich halte nichts davon, das Ende von Büchern zu verheimlichen. Das „Wie“ ist doch viel interessanter als das „Was“.

Deshalb eine Liste, in welchen meiner Bücher die Hauptfigur oder mehrere Hauptfiguren sterben:

  • Königin der Ruinen: Alle tot, Reich geht unter
  • Der Niedergang von Aeterna: Alle tot, Reich geht unter
  • Kriegsfels: Alle tot
  • Der Seelenspiegel: Wirklich alle tot
  • Die Giftprinzessin: Die männliche Hauptfigur tot
  • Das Buch mit den Bauern, das noch keinen Titel hat: Die Hälfte tot, die Überlebenden hassen sich
  • Ein Galgen für den Kaiser: Viele tot, Titelheld auch
  • Der Kaiser, sein Feind und der Krieg: Niemand Wichtiges tot
  • Die Rose von Huwelreich: Beide Hauptfiguren tot, und eine bedeutende Nebenfigur auch
  • Wie man einen Kaiser erpresst: Niemand tot
  • Der König von Blauwittern: Niemand tot
  • Der Kaiser von Huwelreich: Der Publikumsliebling tot
  • Dietrich von Bern: Niemand tot
  • Worms-Buch 1: Niemand tot
  • Worms-Buch 2: Wichtige Nebenfigur tot
  • Worms-Buch 3: Wichtige Nebenfigur tot
  • Worms-Buch 1,5: Die einzige wichtige weibliche Nebenfigur tot

Gegen Ende wird es richtiggehend harmlos.

26. März 2020

Mein Diktierprogramm schreibt wieder Unsinn, unglaublich!

Gerade lese ich das Buch über Kolonialismus. Es gefällt mir leider nicht sonderlich, denn es bietet wenig konkrete Jahreszahlen und Ereignisse, dafür aber viel Theoretisches über die verschiedenen Formen von Kolonialismus, Strukturen und Modelle. Ich nenne sowas ja insgeheim „Wischiwaschi-Geschichte“. Ich will die Fakten kennenlernen, die großen Streitfragen der Forschung, und dann selber meine Schlüsse ziehen dürfen.

Außerdem lese ich ein Buch über die Salier. Als ich es gebraucht im Internet kaufte, sah ich nur den Titel und den Autor und habe es einfach mitbestellt. Vom Titel schloss ich, dass es recht populärwissenschaftlich wäre – doch stattdessen richtet es sich an Leser mit umfassender historischer Vorbildung. Das freut mich umso mehr! Ich lese populäres Zeug nur ungern, man lernt ja nichts daraus.

25. März 2020

Ich habe vor ein paar Tagen begonnen, eines meiner Manuskripte ins Notebook zu diktieren. Da meine Stimme nicht den ganzen Tag diktieren kann, habe ich in den Pausenzeiten schon mehrere Bücher gelesen:
– Eine Biographie über Kaiser Ferdinand II.
– Eine Biographie über Kaiser Joseph II. (der mir persönlich aber nicht sonderlich sympathisch ist)
– Ein Buch von C. H. Beck Wissen über den II. WK (denn ich finde, dass man, vor allem als solch ein Geschichtsfan wie ich, sich immer wieder auch mit der finstersten Epoche befassen muss. Für mich ist das eine Form, all der armen leidgeprüften Menschen (und auch Tiere) zu gedenken.)
– Eine Biographie über Kaiser Friedrich III. (den Hohenzoller) (auch keine Lieblingspersönlichkeit von mir)
– Ein Buch über die Geschichte Kambodschas (von den Anfängen bis zu den furchtbaren Ereignissen des 20. Jahrhunderts)
– Ein Buch über die Germanen. Gut, dass ich das nur gebraucht zu einem günstigen Preis erstanden habe.

Was soll ich als nächstes lesen? Ich schwanke zwischen einem Buch über die Salier, „Die genialen Habsburger“ (oder so ähnlich, ich hab’s auf dem Kindle) und einem Buch über die Geschichte des Elsass. Und ein Buch über Kolonialismus wird auch bald gelesen.

Jetzt diktiere ich noch eine Weile weiter.

Ich habe die Lösung für mein Perfektionismus-Problem gefunden

Ich hasse es, Fehler zu machen. Ich hasse Unvollkommenheit, und selbst wenn nur ein Detail nicht meinen Vorstellungen entspricht, wurmt es mich unverhältnismäßig lange. Selbst wenn ich einen günstigen Füller kaufe, und er nur ein winziges Kratzerchen hat, ärgere ich mich, obwohl ich weiß, dass das unvernünftig ist.

Am schlimmsten ist es mit meinen Büchern. Wenn ich sie einen Monat oder ein Jahr nach der Veröffentlichung wieder in die Hand nehme und darin herumblättere, finde ich zwangsläufig ein Komma, das meiner jetzigen Meinung nach ein Semikolon hätte sein können, oder ich finde irgendwo eine Stelle, an der ich aus „gehen“ „geh’n“ hätte machen sollen, weil das der Rhythmik besser bekomme.

Je länger es her ist, umso peinlicher wird mir das, was ich vor ein paar Monaten geschrieben habe. Es ist wirklich so, ich übertreibe nicht: Gerade die Satzzeichen rauben mir manchmal den Schlaf. Ich betrachte Kommas, Punkte und Strichpunkte (meine Lieblinge), auch Doppelpunkte und Gedankenstriche als nicht austauschbare Pausenzeichen, vergleichbar denen in der Musik; mit den Satzzeichen dirigiert der Autor den Lesefluss des Lesers, und ein guter Autor weiß sie so zu setzen, dass der Leser niemals stolpern und der Satz niemals holpern muss.

Ich wollte schon lange eine Generalüberholung meiner Bücher durchführen (hauptsächlich Kommas durch Strichpunkte ersetzen), aber auch das wurmt mich unmäßig. Ich kann mein selbstgeschriebenes Zeug nicht mehr lesen, ohne dass sich in mir drin alles anspannt und ich bei jedem Wort denke: „OH MEIN GOTT, WAS SOLLEN DIE LEUTE DAZU SAGEN!“

Es gibt nur einen Satz, hinter dem ich stehe und den ich auch nach drei Jahren noch mag: „Wir sind ein Kaiserhaus und kein Kasperletheater!“ aus „Der Kaiser von Huwelreich“.

Auch in der Schule hasste ich es, wenn ich einmal eine verdammte 1- statt einer glatten 1 hatte. (Ich war eine fleißige Lernerin, aber ich bin nicht sonderlich klug. Für mich war es immer wichtig, gute Noten zu schreiben, um der Lehrerin oder dem Lehrer eine Freude zu machen. Bis auf Geschichte und die Sprachen. Das hat mich immer schon begeistert, und ich hatte glücklicherweise nur Lehrerinnen und Lehrer, die sich über meine Begeisterung für ihre Fächer gefreut haben. Das ist nicht selbstverständlich; manche Schüler haben auch Pech und bekommen eine Lehrkraft, die ihnen das Wissen neidet und sie kleinmachen möchte.)

Was tun? Früher hat mich der Gedanke, dass ich plötzlich sterben und eine Schar unvollkommener Bücher hinterlassen könnte, sehr gegrämt. Ich wollte nicht, dass die Welt meine Bücher in unvollkommener Form besitzen muss. (Das Sterben schreckt mich nicht. Es passiert ja schlussendlich jedem.)
Jetzt fiel mir die Rettung ein:
Ich lasse meine Bücher ein Jahr nach meinem irgendwann eintreffenden Tod aus dem Netz nehmen. Dann sind sie weg, und niemand liest sie und sieht, was mir alles NICHT gelungen ist.
Cool, nicht wahr? Seit mir dieser Einfall kam, bin ich ganz erleichtert. Jetzt lastet auch die dräuende Semikolon-Generalüberholung nicht mehr so schwer auf meinem Gemüt. Entweder mache ich sie, oder ich mache sie nur halb, oder was auch immer.
Nun muss ich das nur noch testamentarisch festlegen. 🙂

Meine Autorenseite wird dann natürlich auch aufgelöst werden. Tschüsschen!

Warum lasse ich die Bücher noch ein Jahr lang im Netz stehen?

Weil es immer wieder ein paar liebe Leserinnen oder Leser gibt, denen die Bücher gefallen haben. Falls die dann noch die Burgund-Reihe zu Ende lesen möchten, sollen sie noch 12 Monate Zeit dafür haben. Das ist so nett von euch, dass ich heulen könnte vor Dankbarkeit.
Verzeiht, dass ich so überemotional bin, aber das bin ich immer. Die Hohenzollern waren übrigens auch sehr emotional.

Außerdem: Ich finde es wirklich blöd, wenn nach meinem Tod noch irgendwelche Leute 1-Sterne-Rezensionen für meine Bücher schreiben würden. Da war ich schon im Leben ein Pechvogel, und würde selbst nach dem Tod noch Pech haben. Also: Aus den Augen, aus dem Sinn!
Früher hoffte ich auf Größe und Erfolg, aber der wird mir in dieser Welt nie zuteil werden. Aber ich glaube fest daran, dass es weitergeht. (Jaja, manche sagen auch, danach kommt nichts mehr, und bevor ihr mir nun eine E-Mail schreibt und mich belehren wollt, lest weiter: Wenn wir alle „in Nichts vergehn“, wie es der Fliegende Holländer und seine Mannschaft ersehnen, dann wäre mir das auch recht. Im Nichts spürt man nichts Trauriges mehr.)


Aber die Kaiser Wilhelms haben beide gesagt: „Oben gibt es ein Wiedersehen“ und darauf hoffe ich. Und ich stelle mir vor, dass man oben all das tun kann, was man im Leben geliebt hat. Und ich glaube, dass man dort oben Vollkommenheit erreichen kann. Wenn ich also einmal weg bin, werde ich dort oben meine Generalüberholung durchführen, und dann wird das Ergebnis sich sehen lassen können. Dort oben gibt es Perfektion und Frieden und ein Wiedersehen mit allen, die ich treffen will. Und mein Fritz, mein Seelengefährte, der ein Papagei war, ist auch da.