04. Juli 2020

Gestern war der Jahrestag der Schlacht von Königgrätz. Da dachte ich an meine armen Österreicher, Sachsen und Preußen, die dort gefallen sind oder verwundet wurden. Und an die armen Pferde! Ich besitze ja zwei Bücher über den Krieg von 1866, beide als E-Book. Eines davon, nämlich das Buch von Bremm, möchte ich aber demnächst noch in Papierform kaufen, weil ich seine zwei anderen Bücher (über den Siebenjährigen Krieg und den Krieg von 1870/71) auch als Papierbuch besitze. Meine Preußensammlung wächst und wächst.

Was ich letztens gelesen habe:

  • Briefe von Bismarck an seine Schwester Malwine und vice versa
  • „Aus meinem Leben“ von Joseph Ratzinger
  • Deutschland und Burgund im früheren Mittelalter (ich dachte, das Buch sei aus den 60er Jahren, aber in Wirklichkeit ist das ein Reprint von 1914 …)
  • Das Duell. Ein Buch mit Biographien wichtiger Persönlichkeiten der preußischen und österreichischen Geschichte: Der alte Fritz und Maria Theresia, Metternich und Bismarck, Franz Joseph und Wilhelm II., und der böse Mensch, dessen Namen nicht auf diesem Blog genannt werden soll und sein ebenfalls österreichischer Widersacher mit den Initialen K. S. Bei diesem Buch trat endlich das ein, das ich schon immer ersehnt hatte: Ich habe fast nichts Neues erfahren, weil ich fast alles schon wusste. Endlich ist von meinen zahllosen Preußen- und Österreichbüchern auch einmal etwas hängen geblieben.
  • Das Buch über Geographie, Geschichte und Politik von Tim Marshall. Ich habe es auf Englisch gelesen, weil das die Originalsprache ist und es als E-Book nur 1,04 Euro gekostet hat.
  • Töchter Gottes. Ein Buch über Frauen im Christentum
  • Alex and me. Das Buch von Irene M. Pepperberg über den wundervollen Graupapagei Alex. 2015 habe ich es schon einmal gelesen, und es rührt mich jedes Mal zu Tränen, weil Alex so süß war und viel zu früh gestorben ist. Wie mein Fritz, den ich immer noch so sehr vermisse.
  • Ein Buch über eine Frau, die bei der CIA gearbeitet hat. (auf Englisch)
  • Ein Buch über Preußen. Schön, einmal wieder in einem meiner Lieblingsthemen zu versinken. An jenem Tag ging es mir besser als sonst immer.
  • Ein Buch über die ersten Christen in Rom.

Zur Zeit komme ich kaum zum Lesen, weil ich alle Energien darauf verwende, Worms 3 zu Ende zu diktieren. Der Anfang von Worms 3 schreitet gemessener voran als die Vorgängerbände, da die eine Hauptfigur sich in einer Pattsituation wiederfindet, aus der sie sich nicht in eigener Kraft herausmanövrieren kann. Doch wenn der Knoten dann endlich zerschlagen ist, geht es ab! Außerdem fühlt es sich gerade so an, als wäre ab der Hälfte des Buches ein Schalter umgelegt, und jede Figur labert daher, als wolle sie eigentlich viel lieber in ein Shakespeare-Drama versetzt werden. (Nicht dass ich mich mit dem großen englischen Dichter vergleichen will, nein, ich bin schließlich nur eine Gurke.) Doch die Sätze haben einen Rhythmus, der immer deutlicher zu hören ist, und das Buch klingt zunehmend kunstvoll. (Andere würden natürlich sagen: artifiziell, bemüht, pathetisch, blabla. Und wisst ihr was? Ich mag das Übertriebene, Exaltierte, Pathetische! Bäh! Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, kann so viel minderwertigen Stuss schreiben, wie ich will, und ihr könnt mich nicht dran hindern! Ha! Also gewöhnt euch dran, dass in der Welt auch Quark gemacht wird.)

Letzten Monat habe ich einmal 43,7 Kilo gewogen. Das war cool. Ohnehin möchte ich wieder mehr Cardioeinheiten in mein tägliches Sportprogramm aufnehmen, obwohl ich Cardio nicht ausstehen kann.

Einer meiner Lieblingsfüller rostet von innen! Ist das nicht gemein? Jetzt habe ich ihn in Essig liegen lassen, aber jetzt sind die goldenen Zierteile angelaufen. Oh Mann! Ich hatte den doch so gern …

Gestern habe ich 8000 Wörter diktiert. Wahnsinn. Sonst sind schon 5000 viel.