{"id":751,"date":"2020-05-21T00:57:42","date_gmt":"2020-05-20T22:57:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/?p=751"},"modified":"2020-06-05T21:44:49","modified_gmt":"2020-06-05T19:44:49","slug":"20-mai-2020","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/2020\/05\/21\/20-mai-2020\/","title":{"rendered":"20. Mai 2020"},"content":{"rendered":"\n<p>In zwei Tagen hat Wagner Geburtstag! Am Tag danach ist der Todestag von Kaiser Heinrich V., und am 25. Mai ist der Namenstag meines Lieblingspapstes Gregor VII.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe das Worms-Buch 1,5 nun in G\u00e4nze ins Notebook diktiert. Es hat putzige 44 000 W\u00f6rter und ergibt dann wohl ca. 150 Buchseiten. Jetzt muss ich zuerst einmal all den Humbug korrigieren, den das Diktierprogramm geschrieben hat. Danach gebe ich das Buch meiner besten Testleserin.<\/p>\n\n\n\n<p>In letzter Zeit habe ich nicht viele B\u00fccher gelesen, denn ich hatte viel andere Arbeit. Somit habe ich nur das Buch \u00fcber den 2. WK zu Ende gelesen, und danach las ich etwas v\u00f6llig anderes: Einen Roman auf Englisch \u00fcber eine Prinzessin, die einen K\u00f6nig heiraten soll, aber stattdessen mit einem Schmied, der nebenbei auch ein Adliger ist (?) durchbrennt und ihn gleich heiratet. Ach Manno &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun lese ich wieder etwas Seri\u00f6ses: ein Buch \u00fcber die Geschichte des Papsttums im Mittelalter.<br>Au\u00dferdem lese ich ein Buch \u00fcber Chrodechilde auf Franz\u00f6sisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gedanken zur Verwendung des Apostrophs:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Regeln\/Empfehlungen des Dudens braucht man ja bei verk\u00fcrzten Wortformen, die trotzdem f\u00fcr die Leser verst\u00e4ndlich sind, keinen Apostroph als Auslassungszeichen setzen, also statt &#8220; w\u00fcrd &#8218; &#8220; kann man auch &#8220; w\u00fcrd &#8220; schreiben. (Zur Verdeutlichung stehen hier Leerzeichen, die sonst \u00fcberfl\u00fcssig w\u00e4ren.)<br>Ich pers\u00f6nlich mag die Form ohne Apostroph nicht; das sieht dann alles gleich so salopp und nach umgangssprachlichem Gelaber aus, geradeso, als sei das &#8222;Cool-Klingen&#8220; der einzige Grund, aus dem die Wortform verk\u00fcrzt wird. Wenn man dagegen, wie ich, Wert auf den Sprachrhythmus legt, dann hat man sich stets weitaus sorgf\u00e4ltiger Gedanken dar\u00fcber gemacht, ob im Text &#8222;h\u00e4tte&#8220; steht oder ob auf die letzte Silbe verzichtet wird. (Und bei Gedichten mit richtigem Versma\u00df ist das noch viel wichtiger! Eine Silbe zu viel, und die ganze Strophe ist ruiniert! Ich liebe Versma\u00df! Schlie\u00dflich komme ich nicht von der Prosa, sondern von der Dramatik her. Alexandriner und Blankverse mochte ich am meisten.) Ich finde, das darf der Leser dann auch sehen, dass ich die einzelne Endsilbe aus \u00e4sthetischen Erw\u00e4gungen auslasse und nicht etwa, ohne mir Gedanken zu machen, auf alle Endsilben verzichte, nur damit die Figuren cool und locker klingen. Deshalb ziehe ich es vor, den Apostroph zu setzen.<br>(Nachtrag: Ich glaube, wenn ich bei <strong>jedem<\/strong> abgek\u00fcrzten w\u00e4r\/w\u00fcrd\/usw. einen Apostroph setzen w\u00fcrde, schiene es f\u00fcr die Augen heutiger Leser \u00fcbertrieben. Hier meine salomonische L\u00f6sung: Wenn ich w\u00fcrde und w\u00e4re usw. abk\u00fcrze, weil eine Figur als weniger gebildet\/l\u00e4ssig sprechend gezeigt werden soll, wird auf den Apostroph verzichtet; wenn die verk\u00fcrzte Form verwendet wird, weil sie den Rhythmus f\u00f6rdert, wird der Apostroph dagegen gesetzt. Und wenn eine Autorin immer auf Apostrophen verzichtet, weil alles umgangssprachlich und locker klingen soll, dann kann ich das auch akzeptieren. Mir w\u00e4re es nur allgemein lieber, wenn der Duden weiterhin den Apostroph guthei\u00dfen\/empfehlen w\u00fcrde.)<br>Ein kleiner Gru\u00df an jemand Speziellen, der diesen Blog vermutlich gar nicht kennt, aber, falls er doch einmal hierauf sto\u00dfen w\u00fcrde, gleich w\u00fcsste, dass er gemeint ist: Gegen den Apostroph haben wir beide pers\u00f6nlich ja nichts einzuwenden; nur gegen die Leute, die den Ruf diese&#8217;s armen Auslassung&#8217;s Zeichen&#8217;s unbeirrt zu zerst\u00f6ren suchen. X-D<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich habe mir B\u00fccher bestellt, so viele! Neue und gebrauchte. Bald kommt die erste Ladung. Alle m\u00f6glichen Themen sind dabei, von einem Ausstellungskatalog \u00fcber die Reichsgr\u00fcndung (war ja klar), einem Buch mit Farbfotografien aus dem Kaiserreich (dito), einem Buch \u00fcber die ersten Christen Roms (Antike! Wie ungewohnt), einer Biographie \u00fcber Kaiser Konrad II. (Salier. Nat\u00fcrlich immer!) bis zu einem 3-b\u00e4ndigen Werk \u00fcber Byzanz (untergegangene Reiche haben stets einen besonderen Platz in meinem Herzen\/Regal). Und ein Buch \u00fcber Deutschland und Burgund im fr\u00fcheren Mittelalter!<br>Und bin ich jetzt etwa zufrieden und brauche keine B\u00fccher mehr? Nein. Es gibt noch so viele, die ich auch noch lesen will. W\u00e4re das m\u00f6glich, dass mich der C.H. Beck-Verlag, WBG, Kohlhammer Urban oder alle drei sponsern? Ich habe zwar keine gro\u00dfe Reichweite, bin keine Koryph\u00e4e auf keinem Gebiet und habe auch sonst nichts vorzuweisen, aber ich LIEBE eure B\u00fccher! Und dass die C.H. Beck Wissens so sch\u00f6n bunt sind, und die Kohlhammers so quietschgelb (waren), und dass die WBGs so tolle Kaiserbiographien haben! Einmal kaufte ich ein Buch von einem Verlag, der mir nicht so bekannt war, und zweifelte schon daran, ob das Buch auch wirklich meinen Anspr\u00fcchen entspricht \u2013 kaum dass ich es aufschlug und im Impressum las: &#8222;Erstausgabe erschienen bei C.H. Beck&#8220; waren alle Zweifel ausgel\u00f6scht! Und ihr k\u00f6nnt euch nicht vorstellen, wie viele Historienromanleser ich schon vergr\u00e4mt habe, indem ich st\u00e4ndig betone, dass ICH ja B\u00fccher lese, die von richtigen Professoren und Professorinnen geschrieben sind. Die Historienromanfans halten mich alle f\u00fcr einen Snob. Und ich muss zugeben: Das gef\u00e4llt mir. \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p>Also dann: Bis irgendwann!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In zwei Tagen hat Wagner Geburtstag! Am Tag danach ist der Todestag von Kaiser Heinrich V., und am 25. Mai ist der Namenstag meines Lieblingspapstes Gregor VII. Ich habe das Worms-Buch 1,5 nun in G\u00e4nze ins Notebook diktiert. 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