{"id":469,"date":"2018-11-01T00:10:07","date_gmt":"2018-10-31T23:10:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/?p=469"},"modified":"2020-08-03T12:06:26","modified_gmt":"2020-08-03T10:06:26","slug":"auf-der-suche-nach-dem-passenden-cover","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/2018\/11\/01\/auf-der-suche-nach-dem-passenden-cover\/","title":{"rendered":"Auf der Suche nach dem passenden Cover"},"content":{"rendered":"<p>Premade-Cover sind genial f\u00fcr introvertierte Autoren: Man kann im Internet heimlich, still und leise Galerien mit zehntausenden Covern durchst\u00f6bern, bis man das passende Cover gefunden hat. Dann kann man es je nach Anbieter selber mit Titel und Autorennamen versehen und herunterladen, oder man kann es kaufen und wird kurz darauf von der Coverdesignerin kontaktiert, damit sie Titel und Autorenname erg\u00e4nzen kann. Premade-Cover sind super!<\/p>\n<p>Die Cover-Suche ist mit eine der sch\u00f6nsten Aufgaben eines Selfpublishers. Denn bei der Coversuche gibt es sie wirklich: die Liebe auf den ersten Blick! Manchmal macht es einfach Klick, und man hat das perfekte Cover gefunden, ein Cover, das man am liebsten auch noch als Bildschirmhintergrund, T\u00e4towierung und Lackierung auf dem Auto haben m\u00f6chte! Das ultimative Cover, das Cover, das nur f\u00fcr uns gemacht wurde! Das sind die sch\u00f6nsten Momente. (&#8222;Der Kaiser von Huwelreich&#8220; und &#8222;Wie man einen Kaiser erpresst&#8220; sind solche Cover.)<\/p>\n<p>Die Cover-Suche kann aber auch sehr frustrierend sein. Man klickt sich durch hunderte Cover, keines passt, die Stichwortsuche liefert einem die absurdesten Suchergebnisse (wer bittesch\u00f6n hielt es f\u00fcr eine gute Idee, seine roten und grauen Cover f\u00fcr Horrorromane mit dem Schlagwort &#8222;<em>pink<\/em>&#8220; zu versehen?), und man fragt sich, ob man nicht doch ein ma\u00dfgeschneidertes Cover in Auftrag geben soll (und dann ein halbes Jahr warten muss).<\/p>\n<p>Wer noch nie ein Premade-Cover gesucht hat, sollte es unbedingt machen!<\/p>\n<p>Was gilt es bei der Cover-Suche zu beachten? Hier ein paar Gedanken.<\/p>\n<ul>\n<li>Viele Cover-Designer verwenden Stockfotos. Also nicht wundern, wenn das Model des eigenen Covers auch auf einem anderen Cover zu sehen ist, aber mit einem neuen Hintergrund.<\/li>\n<li>Ein Cover sagt mehr als tausend Worte: Das Titelbild sollte die Stimmung und das Genre des Buches wiedergeben, damit die potentiellen Leser erahnen k\u00f6nnen, was sie in diesem Buch erwartet. Deshalb konzentrieren wir uns bei der Cover-Suche am besten auf die Stimmung unserer Geschichte und k\u00f6nnen dann gleich alle die aussortieren, die nicht dazu passen.<\/li>\n<li>Cover-Designer versehen ihre Cover oft mit Suchbegriffen zu Stimmung, Atmosph\u00e4re und Gef\u00fchlen: &#8222;sadness&#8220;, &#8222;loyalty&#8220;, &#8222;dark&#8220; &#8230;<\/li>\n<li>Cover-Designer versehen ihre Cover aber auch gerne mit Schlagw\u00f6rtern, die \u00fcberhaupt nichts mit den Objekten auf dem Cover oder mit der Stimmung des Buches zu tun haben. Ein Cover f\u00fcr einen Western, auf dem eine h\u00fcbsche Dame und ein Pferd zu sehen sind, findet sich unter dem Schlagwort &#8222;L\u00f6we&#8220;; und unter dem Schlagwort &#8222;K\u00f6nig&#8220; findet man einen smarten Burschen im Anzug mit Notebook und Krawatte. (?)<\/li>\n<li>Cover mit Personen und\/oder Tieren sind f\u00fcr viele Leser weitaus ansprechender als Cover, die nur Landschaften oder Geb\u00e4ude zeigen.<\/li>\n<li>Cover, bei denen die Person dem Betrachter den R\u00fccken zuwendet, finde ich nie ansprechend. Die Person wirkt vielmehr abweisend, als w\u00e4re es ihr Wurscht, ob der Leser ihre Geschichte liest oder nicht. Geht es euch auch so?<\/li>\n<li>Ich h\u00f6re es immer wieder: Schachfiguren auf dem Titelbild sind langweilig. Es muss schon wirklich gut gestaltet sein, mit irgendeiner Besonderheit, damit ein Schachbrett-Cover die Leser anspricht. (Der Kaiser, sein Feind und der Krieg!)<br \/>\n(Ich pers\u00f6nlich liebe Schach-Cover, aber ich habe auch einen Kugelschreiber in Form eines Schwerts, obwohl er scheu\u00dflich aussieht.)<\/li>\n<li>Wenn ein Cover zu aufgeregt ist, wenn man nicht wei\u00df, wo man zuerst hinsehen soll \u2013 lieber ein anderes nehmen.<\/li>\n<li>Egal welches Schlagwort \u2013 es ist immer mindestens ein Bild von Neuschwanstein dabei!<\/li>\n<li>\u00a0F\u00fcr amerikanische Autoren mag sich diese Frage nicht stellen, aber f\u00fcr deutschsprachige sehr wohl: Sollen Neuschwanstein oder Hohenzollern, die Nr. 1 und 2 unter dem Stichwort &#8222;Castle&#8220;, auf dem Titelbild eines Fantasyromans erscheinen, oder sind sie f\u00fcr unsere Leser zu sehr Teil der Wirklichkeit? Amerikanische Leser denken sich dabei vielleicht &#8222;sch\u00f6nes Fantasie-Schloss, tolle Fantasygeschichte&#8220;, aber denken sich die Leser im deutschsprachigen Raum nicht eher &#8222;Ach, Neuschwanstein \u2013 Ludwig II. \u2013 Bayern \u2013 Wagner \u2013 Schulden \u2013 Wahnsinn, usw.&#8220;?<br \/>\nMont-Saint-Michel trifft man ebenfalls oft auf Premade-Covern f\u00fcr Fantasy-Romane an, meist unter dem Schlagwort &#8222;Castle&#8220;, dabei ist es doch eine Abtei &#8230;<\/li>\n<li>Wenn man zweimal hinschauen muss, um die Figuren\/Gegenst\u00e4nde auf dem Cover zu erkennen, ist das schon einmal zu viel.<\/li>\n<li>Das Cover muss auch in Schwarz-wei\u00df und in Fingernagelgr\u00f6\u00dfe einen guten Eindruck machen.<\/li>\n<li>Die Personen auf dem Cover m\u00fcssen nicht eins zu eins den Figuren des Romans entsprechen. Identische Haarfarbe usw. sind nachrangig, wichtiger ist, dass die Gestalt auf dem Cover der Leserin einen Eindruck vermittelt, welche Gef\u00fchle im Buch vorherrschen.<\/li>\n<li>Figuren, deren Gesicht von einer Kapuze verdeckt ist, sind nicht cool, die sind eher d\u00e4mlich. Schlie\u00dflich sehen sie selber nichts.<\/li>\n<li>Man findet schwerlich Cover f\u00fcr Mittelalter-Romane ohne Drachen. Man findet auch oft Ritter mit dem roten Kreuz der Templer auf dem wei\u00dfen Waffenrock. Ob man Templer f\u00fcr ein Fantasy-Cover verwenden soll, obwohl es nicht um Templer geht? \u2013 Und ein sehr beliebtes Stockmodel ist der Ritter im blauen Waffenrock mit dem Einhorn auf dem Schild. Der h\u00e4lt das Schwert in dramatischer Pose, aber das Einhorn macht das ganze etwas luftiger und zarter. Wenn man drauf achtet, ist er pl\u00f6tzlich \u00fcberall!<\/li>\n<li>Es gibt Cover, die sind so sch\u00f6n, und man w\u00fcrde sie so gerne kaufen \u2013 nur leider hat man keinen passenden Roman.<\/li>\n<li>Der Garten mit dem Springbrunnen auf &#8222;Die Rose von Huwelreich&#8220; hat mir so gefallen, dass ich ihn in &#8222;Wie man einen Kaiser erpresst&#8220; zu einem der Schaupl\u00e4tze der Handlung machte!<\/li>\n<li>Manchmal findet man trotz eifrigster Suche nicht das Traumcover. Das ist nicht schlimm: Wir sind Selfpublisher, wir k\u00f6nnen unsere B\u00fccher problemlos neu ver\u00f6ffentlichen, wenn uns eines Tages das Traumcover gefunden hat!<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Premade-Cover sind genial f\u00fcr introvertierte Autoren: Man kann im Internet heimlich, still und leise Galerien mit zehntausenden Covern durchst\u00f6bern, bis man das passende Cover gefunden hat. 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