{"id":438,"date":"2018-10-24T22:12:00","date_gmt":"2018-10-24T20:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/?p=438"},"modified":"2019-10-04T14:33:32","modified_gmt":"2019-10-04T12:33:32","slug":"historische-romane-fantasy-und-woerter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/2018\/10\/24\/historische-romane-fantasy-und-woerter\/","title":{"rendered":"Historische Romane, Fantasy und W\u00f6rter"},"content":{"rendered":"<p>Die Merowingerk\u00f6nigin Brunichild wurde 613 hingerichtet, indem man sie an die Hufe eines Pferdes band und das Pferd losgaloppieren lie\u00df, sodass sie zwischen den Hufen zerrissen wurde. War dieser Tod sadistisch? Ja und Nein. Im Fr\u00fchmittelalter gab es keine Sadisten. Dieses Wort geht n\u00e4mlich zur\u00fcck auf Marquis de Sade, einen Zeitgenossen der franz\u00f6sischen Revolution. \u2013 Wir heutigen Menschen k\u00f6nnen diesen Tod der Merowingerk\u00f6nigin (sie war \u00fcbrigens schon Urgro\u00dfmutter) sehr wohl als sadistisch bezeichnen \u2013 verwendet jedoch eine Figur in einem historischen Roman dieses Wort, dann f\u00e4llt das zumindest den Etymologie-Fans unter den Lesern negativ auf.<\/p>\n<p>Ein historischer Roman oder ein Fantasyroman hat st\u00e4ndig mit solchen Fallstricken zu k\u00e4mpfen: Alle W\u00f6rter haben eine Herkunft, und so manches aparte, scheinbar alte Wort entpuppt sich als Produkt der Neuzeit, oder entstammt einer Kultur, die in die Fantasywelt so gar nicht hineinpasst, oder ist von einem Eigennamen abgeleitet.<br \/>\nAutorinnen historischer Romane wollen nach Authentizit\u00e4t streben, und Fantasyautorinnen nach in sich stimmigen Welten. Die Schwierigkeit besteht darin, die anachronistischen, unpassenden W\u00f6rter zu erkennen \u2013 eine Aufgabe, die wohl ein einzelner Autor kaum bew\u00e4ltigen kann, es sei denn, er ist hauptberuflich Etymologe. Und so manches Wort, das schon fr\u00fcher verwendet wurde, hatte eine v\u00f6llig andere Bedeutung. Das Beispiel aller Beispiele: Goethes Faust bezeichnet Gretchen als &#8222;Dirne&#8220;. Dieses Wort, das schon im Althochdeutschen gebr\u00e4uchlich war, hie\u00df jahrhundertelang nichts anderes als &#8222;Dienerin, Jungfrau, junges M\u00e4dchen&#8220;. Daher auch das Dirndl.<\/p>\n<p>Es folgt eine Liste mit W\u00f6rtern, die eine interessante Herkunft haben. Die Liste basiert auf keinem ausgefeilten Prinzip; ich habe einfach die W\u00f6rter aufgef\u00fchrt, die mir einfielen. (Ich wollte fr\u00fcher \u00fcbrigens Etymologie studieren, bevor ich meine Passion f\u00fcr Geschichte entdeckte.)<\/p>\n<p><strong>ausmerzen<\/strong>\u00a0\u2013 eigentlich m\u00fcsste dieses Wort &#8222;ausm\u00e4rzen&#8220; hei\u00dfen, aber das ging den Leuten von der Rechtschreibreform wohl durch die Lappen. Im M\u00e4rz werden viele L\u00e4mmchen geboren; die schwachen und kr\u00e4nklichen L\u00e4mmchen wurden gleich geschlachtet.<br \/>\nNun stellt sich gerade Fantasyautoren die Frage: Kann man etwas ausmerzen, wenn man keinen M\u00e4rz hat? Vermutlich werden sich die wenigsten Leser daran sto\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>zermartern<\/strong>\u00a0\u2013 abgeleitet von M\u00e4rtyrer, auch Martyrer, griech. &#8222;Blutzeuge&#8220;<br \/>\nKann man sich zermartern, wenn es keine Christen gibt?<\/p>\n<p><strong>Die Wochentage<\/strong> \u2013 Machen wir es kurz und schmerzlos: Dienstag kommt von Tiu, dem nordischen Gott des Krieges, Donnerstag von Donar, bzw. Thor, bzw. einem super Film, Freitag von Frija bzw. Frigg, der Gattin Odins. Im Englischen verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich, hier ist zus\u00e4tzlich der Wednesday der Tag Wodans.<br \/>\nKann man in einer Fantasywelt von Freitag sprechen, oder zeugt das von schlechtem Weltenbau?<\/p>\n<p><strong>fechten<\/strong> \u2013 das bezeichnete einst jede Art von Kampf. In diesem Sinne ist das &#8222;Gefecht&#8220; des 19. Jahrhunderts mit Schusswaffen usw. etymologisch v\u00f6llig korrekt.<\/p>\n<p><strong>Kaiser<\/strong> \u2013 &#8222;Der Kaiser ist f\u00fcrwahr ein schneidiger Mann!&#8220; Das Wort leitet sich ab von keinem geringeren als Caesar, was &#8222;der aus dem Mutterleib Geschnittene&#8220; bedeutet. &#8222;Z\u00e4sur&#8220; und &#8222;Zar&#8220; sind ebenfalls damit verwandt.<\/p>\n<p><strong>Boykott<\/strong> \u2013 benannt nach einem irischen Grundst\u00fccksverwalter<\/p>\n<p><strong>Litfa\u00dfs\u00e4ule<\/strong> \u2013 benannt nach ihrem Erfinder<\/p>\n<p><strong>L\u00e4rm<\/strong> \u2013 aus ital. <em>all&#8217;arme<\/em> &#8222;Zu den Waffen&#8220;. Erst im Sp\u00e4tmittelalter\/in der fr\u00fchen Neuzeit als &#8222;Alarm&#8220; und sp\u00e4ter &#8222;L\u00e4rm&#8220; in die deutsche Sprache eingegangen.<br \/>\nIch habe mich entschieden, in meinen Romanen, die im Mittelalter spielen, trotzdem das Wort &#8222;L\u00e4rm&#8220; zu verwenden. Das aus dem Mittelhochdeutschen stammende &#8222;Get\u00f6se&#8220; alleine reicht einfach nicht aus.<\/p>\n<p><strong>Lukullisch<\/strong> \u2013 im 18. Jh. gebildet; bezieht sich auf den r\u00f6mischen Feinschmecker Lucullus<\/p>\n<p><strong>Dolch<\/strong> \u2013 nat\u00fcrlich gab es im Mittelalter Dolche, das Wort wird jedoch erst seit dem 15. Jahrhundert verwendet und wurde wohl \u00fcber das Lateinische aus dem Griechischen entlehnt.<br \/>\nIch habe mich entschieden, in meinen Mittelalterromanen trotzdem das Wort &#8222;Dolch&#8220; zu verwenden.<\/p>\n<p><strong>drakonisch<\/strong> \u2013 benannt nach dem alten Griechen Drakon, der f\u00fcr Athen Gesetze mit harten Strafen erlie\u00df<\/p>\n<p><strong>Emanzipation<\/strong> \u2013 aus lat. &#8222;emancipatio&#8220; (Freilassung des Sohnes aus der v\u00e4terlichen Vormundschaft)<\/p>\n<p><strong>Sklave<\/strong> \u2013 verwandt mit Slawe, weil zur Entstehungszeit des Wortes die meisten Sklaven Slawen waren<\/p>\n<p><strong>Muskeln<\/strong> \u2013 aus dem Lateinischen entlehnt am Anfang des 18. Jh. Musculus hei\u00dft eigentlich M\u00e4uschen, weil die Bewegungen der Muskeln eines kr\u00e4ftigen Armes einer umherhuschenden Maus \u00e4hnlich sind.<\/p>\n<p><strong>Nerv<\/strong> \u2013 aus dem Lat. entlehnt am Anfang des 16. Jahrhunderts. Im Mittelalter wurden die Nerven f\u00fcr Sehnen gehalten und als solche bezeichnet. Auch Seil und Saite sind etymologisch mit Sehne verwandt.<\/p>\n<p><strong>Martialisch<\/strong> \u2013 abgeleitet von Mars, dem Kriegsgott<\/p>\n<p><strong>Steppe<\/strong> \u2013 Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem Russischen entlehnt<\/p>\n<p><strong>Dollar<\/strong> \u2013 abgeleitet vom Taler<\/p>\n<p><strong>Figur<\/strong> \u2013 war schon im Mittelhochdeutschen im Gebrauch im Sinne von &#8222;plastische Darstellung&#8220;, wie auch &#8222;Gestalt, Erscheinung&#8220;<\/p>\n<p><strong>Schal<\/strong> \u2013 aus dem Persischen; wurde bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts &#8222;Shawl&#8220; geschrieben<\/p>\n<p><strong>schal<\/strong> \u2013 das Adjektiv im Sinne von &#8222;fade&#8220; ist erst ab dem 14. Jahrhundert im Mitteldeutschen im Gebrauch<br \/>\n(Trotzdem verwende ich es f\u00fcr einen Roman, der um 1180 spielt. Man sieht: Fast jedes Wort k\u00f6nnte man hinterfragen.)<\/p>\n<p><strong>faseln<\/strong> \u2013 erst ab dem 17. Jh. bezeugt. Fr\u00fcher hat man wohl nur Vern\u00fcnftiges geredet.<\/p>\n<p><strong>fesch<\/strong> \u2013 entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts aus engl. &#8222;fashionable&#8220;<\/p>\n<p><strong>Gruppe<\/strong> \u2013 Anfang des 18. Jahrhunderts im Deutschen verwendet (\u00dcbernahme aus dem Franz\u00f6sischen). Eventuell geht das Wort jedoch auf ein germanisches Wort zur\u00fcck.<br \/>\nF\u00fcr Pedanten: Keine Gruppen im Mittelalter!<\/p>\n<p><strong>hold<\/strong> \u2013 Die holde Maid hat im Mittelalter eigentlich nichts zu suchen. &#8222;Hold&#8220; wird erst seit dem 18. Jh. als Synonym f\u00fcr &#8222;lieblich, anmutig&#8220; verwendet. Davor war es ein richtig sch\u00f6nes Feudalismus-Wort und bezeichnete das Verh\u00e4ltnis zwischen Lehnsherr und Lehnsmann. Einerseits hie\u00df es &#8222;gn\u00e4dig, geneigt&#8220;, andererseits &#8222;treu ergeben&#8220;. Vgl. &#8222;jemandem hold sein&#8220;<br \/>\nAuf die Formulierung &#8222;Mein holder Lehnsmann&#8220; wird man in meinen B\u00fcchern jedoch vergeblich warten. Die meisten Leser w\u00fcrden an dieser Stelle stutzen und viel zu viel hineininterpretieren &#8230;<\/p>\n<p><strong>ach herrje<\/strong> \u2013 Verk\u00fcrzung von &#8222;Herr Jesu&#8220;. In Welten, die Jesus nicht kennen, m\u00fcsste man sich andere Ausrufe ausdenken.<\/p>\n<p><strong>Wallach<\/strong> \u2013 kam im 15. Jh. in den deutschen Sprachraum mit der Bedeutung &#8222;verschnittener Hengst aus der Walachei&#8220;. Der Name der Walachei wiederum basiert auf dem slaw. Wort f\u00fcr romanische L\u00e4nder.<br \/>\nAuch schon die Hunnen hatten wahrscheinlich Wallache. Wenn man einen Hunnen auf einem Wallach reiten l\u00e4sst, ist das dann ein Fehler?<\/p>\n<p><strong>h\u00fcbsch<\/strong> \u2013 abgeleitet von Hof, h\u00f6fisch usw. und hie\u00df urspr\u00fcnglich &#8222;gesittet, edel, wie bei Hofe&#8220;<br \/>\nEine h\u00fcbsche Bauernmagd w\u00fcrde im Hochmittelalter niemand h\u00fcbsch nennen, aber einen alten Ritter, der mit tadellosen Umgangsformen mit den Damen t\u00e4ndelt.<\/p>\n<p><strong>Kavalier<\/strong> \u2013 Eine Gesellschaft, die keine edle Reiterkriegerschicht kennt, kennt auch keine Kavaliere.<\/p>\n<p><strong>Waffenmeister<\/strong> \u2013 Nicht etwa der Typ, der die Schwerter poliert, sondern der Gesch\u00fctzgie\u00dfer. Wurde auch verwendet, um den Mann zu bezeichnen, der die Gesch\u00fctze in Stand h\u00e4lt und das Pulver mischt. \u2013 In so vielen Nacherz\u00e4hlungen des Nibelungenlieds ist entweder der alte Hildebrand oder Hagen oder es sind gleich beide Waffenmeister &#8230; Genau. Und Luther stellte seine 95 Thesen ins Internet. (In &#8222;Dietrich von Bern&#8220; ist der alte Hildebrand nie Waffenmeister; den Titel &#8222;Meister&#8220; habe ich ihm aber belassen, im Sinne von &#8222;Meister des Schwertkampfes, oder des Meckerns&#8220;)<\/p>\n<p><strong>Hexe<\/strong> \u2013 abgeleitet von Hag (Dorngeb\u00fcsch, Zaun). Nach germanischer Vorstellung reitet eine Hexe auf einem Zaun. Verwandt mit Hecke, Gehege, hegen und engl. hedge.<\/p>\n<p><strong>Kapelle<\/strong> \u2013 abgeleitet von lat. Cappa, Capella (Kapuzenmantel). Und wenn es um Kirchen und M\u00e4ntel geht, wissen alle Bescheid: Am Anfang dieses Begriffes steht St. Martin, der Bischof von Tours, der vor Amiens so g\u00fctig den Mantel teilte. \u00dcber seinem Mantel wurde ein Geb\u00e4ude errichtet zur Verehrung der Capella, und so kam dieser Begriff in die Welt.<\/p>\n<p><strong>Frau<\/strong> und <strong>Weib<\/strong> \u2013 &#8222;Weib&#8220; war die wertungsfreie Bezeichnung f\u00fcr den weiblichen Menschen, hatte also die Bedeutung inne, die heutzutage &#8222;Frau&#8220; hat; &#8222;Frouwe&#8220; war die adlige Frau.<br \/>\nWenn man als Autor jede B\u00e4uerin als Weib bezeichnet, wirkt die perspektivtragende Figur auf die heutigen Leser unsympathischer, als sie in Wirklichkeit ist. Darf man guten Gewissens das Wort &#8222;Frau&#8220; mit der Bedeutung, die es f\u00fcr uns heute hat, ins Hochmittelalter versetzen?<\/p>\n<p><strong>bezirzen<\/strong> \u2013 von Kirke, der Zauberin und Femme fatale aus der Odyssee<\/p>\n<p><strong>Milde<\/strong> \u2013 Im Mittelhochdeutschen bezeichnete &#8222;Milte&#8220; die Freigebigkeit. Darum baten Bettler um eine &#8222;milde Gabe&#8220; \u2013 es durfte also schon ein bisserl mehr sein.<br \/>\nLange habe ich dar\u00fcber nachgegr\u00fcbelt, ob ich in meinen B\u00fcchern, die im Mittelalter spielen, das Wort &#8222;mild&#8220; im mittelhochdeutschen oder im neuhochdeutschen Sinne verwenden soll. Ganz entschieden habe ich mich noch immer nicht.<\/p>\n<p><strong>feige<\/strong> \u2013 althochdeutsch &#8222;zum Tode bestimmt, dem Tode nahe&#8220;, mhd. &#8222;zum Tode bestimmt, verw\u00fcnscht, eingesch\u00fcchtert&#8220;<br \/>\nMan vergleich die zweimalige Verwendung dieses Wortes im Nibelungenlied.<\/p>\n<p><strong>bl\u00f6d<\/strong> \u2013 mhd. &#8222;gebrechlich, zart, zaghaft&#8220;; der Bedeutungswandel zu &#8222;dumm, doof&#8220; erfolgte erst im 16. Jahrhundert. Das sagt viel dar\u00fcber aus, wie sch\u00fcchterne Menschen von ihrer Umgebung wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Was sagt uns das nun? Wie soll ein Autor verfahren, wenn er in seinem Manuskript auf ein Wort st\u00f6\u00dft, das f\u00fcr die Epoche seines Romans noch nicht belegt ist? Wie viel Authentizit\u00e4t fordern die Leser?<\/p>\n<p>Eine korrekte Antwort l\u00e4sst sich darauf wohl nicht finden. W\u00e4hrend die Mehrheit der Leser sich wohl daran sto\u00dfen, wenn die Ritter im Mittelalter &#8222;trainieren&#8220;, werden die wenigsten sich dar\u00fcber \u00e4rgern, wenn jemand eine Anekdote erz\u00e4hlt. Dabei gelangte dieses Wort erst im 18. Jahrhundert \u00fcber den Umweg \u00fcber Franz\u00f6sisch in den deutschen Sprachgebrauch. Zu viel Authentizit\u00e4t kann wiederum wie ein Fehler wirken: Im 19. Jahrhundert forderte man sich zum Duell &#8222;auf&#8220; Pistolen. Moderne Leser mutet das wiederum merkw\u00fcrdig an. &#8222;Bube&#8220; war fr\u00fcher ein Synonym f\u00fcr &#8222;Schurke&#8220; \u2013 diese Bedeutung ist inzwischen verlorengegangen, und unsere heutigen Leser w\u00fcrden diesen Begriff nicht als Schimpfwort erkennen. Einen herausragenden K\u00e4mpfer nannte man im Mittelhochdeutschen gerne &#8222;Degen&#8220; \u2013 mancher Leser w\u00fcrde sich vielleicht \u00e4rgern \u00fcber die Unkenntnis der Autorin, die meint, die d\u00fcnne Waffe namens Degen h\u00e4tte man schon im Hochmittelalter gekannt.<\/p>\n<p>Streber k\u00f6nnten ihrem Roman eine Liste anachronistischer W\u00f6rter anf\u00fcgen. Das w\u00fcrde aber vermutlich niemanden interessieren und h\u00fclfe nur gegen das schlechte Gewissen. Schlussendlich muss jede Autorin selbst bestimmen, wie sehr sie sich dem Wortschatz ihrer jeweiligen Epoche ann\u00e4hert.<\/p>\n<p>Falls jemand wie ich einmal auf den Gedanken kommt, das Wort &#8222;Hindin&#8220; zu verwenden (die poetische Bezeichnung f\u00fcr eine Hirschkuh): Lieber nicht. Die Leser halten es bestimmt f\u00fcr einen Schreibfehler. In meinem konkreten Fall sollte der Held seine Schwester mit einer Hindin vergleichen, und meint das positiv. Die Leser h\u00e4tten vermutlich alle gedacht, er vergleicht sie mit einer H\u00fcndin &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Merowingerk\u00f6nigin Brunichild wurde 613 hingerichtet, indem man sie an die Hufe eines Pferdes band und das Pferd losgaloppieren lie\u00df, sodass sie zwischen den Hufen zerrissen wurde. War dieser Tod sadistisch? Ja und Nein. Im Fr\u00fchmittelalter gab es keine Sadisten. 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