{"id":422,"date":"2018-09-28T16:16:03","date_gmt":"2018-09-28T14:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/?p=422"},"modified":"2018-09-28T16:50:20","modified_gmt":"2018-09-28T14:50:20","slug":"titel-casting-das-grosse-finale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/2018\/09\/28\/titel-casting-das-grosse-finale\/","title":{"rendered":"Titel-Casting: Das gro\u00dfe Finale!"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist es soweit: Wir enth\u00fcllen den Titel f\u00fcr meinen neuen Roman! Ab heute wird das Projekt nicht mehr kryptisch &#8222;KvB&#8220; hei\u00dfen, sondern einen richtigen Namen haben!<\/p>\n<p>Nur noch zwei potentielle Titel sind im Rennen:<br \/>\nDer Kaiser von Berlin<br \/>\nund<br \/>\nDer K\u00f6nig von Burgund<\/p>\n<p>Wer kommt auf das Cover meines neuen Romans?<\/p>\n<p>Wovon wird mein neuer Roman handeln?<\/p>\n<p>Der Kaiser von Berlin:<\/p>\n<p>Beinahe h\u00e4tte das Leben dieses preu\u00dfischen Prinzen und k\u00fcnftigen K\u00f6nigs gleich am Tag seiner Geburt wieder geendet, denn kaum war er auf der Welt, atmete er schon nicht mehr. Die Hebamme Fr\u00e4ulein Stahl war es, die ihm mit einem Handtuch so kr\u00e4ftige Schl\u00e4ge gab, dass er wieder zu Bewusstsein kam.<br \/>\nDer Arzt hatte bei der schweren Geburt Wilhelms linken Arm irreparabel verletzt \u2013 der Arm blieb sein Leben lang verk\u00fcrzt, selbst eine normale Benutzung von Messer und Gabel war Wilhelm nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Seine narzisstische Mutter verzieh ihm diesen Makel nie, und bestrafte alle kindliche Zuneigung mit Bitterkeit und Kritik. Noch Jahre sp\u00e4ter erz\u00e4hlte Wilhelm dem russischen Au\u00dfenminister, dass ihn seine Eltern nie geliebt hatten. Der russische Au\u00dfenminister war weniger mitf\u00fchlend als vielmehr befremdet.<\/p>\n<p>Seine Gro\u00dfeltern v\u00e4terlicherseits hatten ihn daf\u00fcr umso lieber, denn sie waren keine Geringeren als Wilhelm I. und Augusta, Kaiser und Kaiserin des Deutschen Reiches.<\/p>\n<p>Am 15. Juni 1888, nach dem fr\u00fchen Tod seines schwerkranken Vaters, bestieg Wilhelm im Alter von 29 Jahren den Thron. An seiner Seite: F\u00fcrst Otto von Bismarck, Kanzler und Genie, Architekt der deutschen Einheit von 1871 und Meister der B\u00fcndnispolitik. (Nach anderer Lesart: &#8222;D\u00e4mon&#8220;, Unterdr\u00fccker und Kriegstreiber, Machiavellist und R\u00e4nkeschmied.)<\/p>\n<p>18. M\u00e4rz 1890: Nach verschlungenen Intrigen wurde Bismarck nahegelegt, sein R\u00fccktrittsgesuch zu verfassen. Das letzte. (Es war das einzige von mehr als einem Dutzend R\u00fccktrittsgesuchen, das angenommen wurde.)<br \/>\nAls &#8222;Alter im Sachsenwald&#8220; w\u00fctete er fortan gegen den Kaiser, legte testamentarisch fest, dass auf seinem Grabstein nur &#8222;F\u00fcrst von Bismarck, ein treuer deutscher Diener Kaiser Wilhelms I.&#8220; stehen sollte, und ver\u00f6ffentlichte in einer ihm treuen Hamburger Zeitung geheime Staatspapiere. Man wecke niemals den Zorn eines Bismarck!<\/p>\n<p>Wilhelm II. lie\u00df das B\u00fcndnis mit Russland auslaufen, band sich noch enger an \u00d6sterreich-Ungarn, schickte Transvaals Ohm Kruger ein Gl\u00fcckwunschtelegramm zur erfolgreichen Zur\u00fcckschlagung des Jameson-Raids, wurde daraufhin von den internationalen Medien verdammt f\u00fcr die Begl\u00fcckw\u00fcnschung; stie\u00df mit seinen Reden Leute vor den Kopf, erkl\u00e4rte seinen Soldaten gleich nach der Thronbesteigung, dass sie im Falle eines Falles selbst auf ihre V\u00e4ter und Br\u00fcder schie\u00dfen m\u00fcssten; war Wagnerfreund, gewann Kolonien; er verhinderte nicht den V\u00f6lkermord an den Herero und Nama, er entsetzte die Welt\u00f6ffentlichkeit mit der Hunnenrede, er war ein J\u00e4ger furchtbaren Ausma\u00dfes, er k\u00fcmmerte sich nicht um Standesschranken; als er einmal bei einem Besuch in Deutschlands Osten erfuhr, dass ein Dorf dr\u00fcben in Russland v\u00f6llig niedergebrannt war, fuhr er kurzerhand hin und schenkte den obdachlosen Bauern Geld f\u00fcr den Wiederaufbau; in der Weihnachtszeit schritt er mit dem wei\u00dfen Mantel und dem Adlerhelm auf dem Kopf durch Berlins Stra\u00dfen und verteilte Geld an Arme, und er erkl\u00e4rte noch im Exil: &#8222;Ich habe den Krieg nicht gewollt.&#8220;<\/p>\n<p>Vielf\u00e4ltig interessiert, sprunghaft und intelligent \u2013 er entwarf Uniformen, leitete Ausgrabungen, malte und zeichnete, entwarf eine Eschenbach-Statue f\u00fcr das Wagnerdenkmal in Berlin, schrieb B\u00fccher, erfand die Wattest\u00e4bchen, f\u00fchrte Wetterbeobachtungen, dirigierte, ohne Dirigieren gelernt zu haben, wusste alles \u00fcber Schiffe, wollte &#8222;sein eigener Bismarck&#8220; sein, und im Kriege wurde er immer mehr zu einem Schattenkaiser, an die Wand gedr\u00e4ngt von der m\u00e4chtigen OHL. \u00dcber seine Rolle beim Ausbruch des Weltkrieges wurden schon tausende von Seiten geschrieben, und noch immer besteht kein Konsens unter den Historikern. Er tr\u00e4umte noch im Exil davon, dass er wieder zur\u00fcck auf den Thron gelangte, und sah schon seine Chancen steigen mit einer neuen aufsteigenden Partei \u2013 zumal einer der Partei-Granden ihm versicherte, sie wollten die Monarchie wiedereinf\u00fchren. Wir wissen, was geschah, und auch Wilhelm erkannte, dass keine Aussicht auf R\u00fcckerlangung seines Throns bestand. Er emp\u00f6rte sich \u00fcber die Ereignisse des 9. November 1938, und doch schickte er noch 1941 ein Gl\u00fcckwunschtelegramm zum Sieg \u00fcber Frankreich. In seinem Namen erschien im Jahre 1938 in einer US-amerikanischen Zeitung ein Interview zu Deutschlands Regierung, in dem Kaiser Wilhelm II. verriet, was er vom Kanzler und Reichspr\u00e4sidenten hielt: &#8222;Nichts.&#8220; &#8222;But of our Germany, which was a nation of poets and musicians, of artists and soldiers, he has made a nation of hysterics and hermits, engulfed in a mob and led by a thousand liars or fanatics &#8230;&#8220; (Zit. n. Friedrich Wilhelm Prinz von Preu\u00dfen &#8222;Gott helfe unserem Vaterland. Das Haus Hohenzollern 1918-1945&#8220;, M\u00fcnchen 2003, S. 150)<br \/>\nF\u00fcr jede Aussage von Wilhelm II. findet man eine andere, die das genaue Gegenteil verk\u00fcndet. Was er hasste, liebte er, und was er liebte, hasste er. Er machte Scherze und hatte einen gewaltigen Hang zum Aufschneiden, und meinte er wirklich alles ernst, was er sagte? Sein Heer und seine Marine bereiteten ihm riesige Freude \u2013 aber wollte er sie wirklich einsetzen? Manchen schien es, als freue er sich daran wie ein Kind, das sein Spielzeug nicht kaputtmachen will. Hat er den Krieg gewollt? War es ein Pr\u00e4ventivkrieg, lange geplant im deutschen Generalstab? Schlitterte Wilhelms Deutschland wie alle anderen ungewollt in einen Weltkrieg? War er unzurechnungsf\u00e4hig? War er eiskalt und berechnend? War er \u00fcberfordert mit seinem Amt? War er ein Schurke, der seine narzisstische Wunde mit Weltherrschaftspl\u00e4nen zu heilen trachtete, oder war er eine tragische Gestalt, im Herzen ein schwacher Monarch, hinter dessen Pomp und Gloria nur ein Junge kauerte, der geliebt werden wollte? K\u00f6nnen wir ihn je verstehen, durchschauen? Konnte er es denn selber?<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig von Burgund:<\/p>\n<p>Gunther von Burgund gilt allgemein als schwacher Monarch. Er steht im Schatten seines \u00fcberm\u00e4chtigen Lehnsmanns und Beraters, und seine herausragende Eigenschaft im Nibelungenlied ist die Wankelm\u00fctigkeit. Aber er ist auch durchaus liebensw\u00fcrdig, will eigentlich mit allen gut Freund sein, mehrt gerne den Reichtum Burgunds, verschlie\u00dft sich mit Vorliebe der Realit\u00e4t, und ist ganz sch\u00f6n intelligent, denn er liefert sich mit Hagen ein paar der besten Wortwechsel des Epos, voller Subtext politischer und pers\u00f6nlicher Natur. Subtext ist super. Eigentlich ist Gunther ganz Gentleman, denn bei der Donau\u00fcbersetzung spricht ihn Hagen missgelaunt mit &#8222;Du&#8220; an, und Gunther bleibt respektvoll beim &#8222;Ihr&#8220;. Kritik durch vorbildliches Verhalten \u2013 das ist die feine rheinische Art.<br \/>\nIn der Lesart aller Leser sind seine Kampfk\u00fcnste nur solala \u2013 er \u00fcbersteht den Kampf gegen die Hunnen, den Brand des Saals, den Kampf gegen R\u00fcdegers M\u00e4nner und gegen die M\u00e4nner von Dietrich von Bern, und das \u00fcber mehrere Tage hinweg. Ich glaube, im Vergleich zu den Wormsern sind alle anderen Helden Weichlinge.<\/p>\n<p>Hagen ist Gunthers treuester Lehnsmann und Berater. Er ist praktisch sein Bismarck. Oder Metternich. Oder Rainald von Dassel. Oder Mercurino Gattinara. \u2013 Genug der treuen Monarchisten, Hagen braucht keinen Vergleich. Er ist schlie\u00dflich der Prototyp des treuen Monarchisten. Er ist viel cooler als die anderen Figuren des Nibelungenlieds, denn er ist treu, klug, listig und ein \u00fcberragender K\u00e4mpfer. Manche sagen, er sei ein Verr\u00e4ter, weil er Siegfried umbringt \u2013 aber warum um Himmels willen sollte er einem Kerl treu sein, der nicht sein K\u00f6nig ist? Und selbst wenn der Kaiser von China zu Besuch nach Worms k\u00e4me, m\u00fcsste Hagen ihm auch nicht treu sein. Er ist, um einen unzeitgem\u00e4\u00dfen Begriff zu bem\u00fchen, Realpolitiker durch und durch. Er ist immer bedacht auf die Ehre des Reiches. Und auf die eigene Ehre, denn wenn jemand seine Ehre zu kr\u00e4nken wagt, stirbt er lieber, als dass er diese Kr\u00e4nkung auf sich sitzen l\u00e4sst. Er schmiedet gerne R\u00e4nke, und in Wagners G\u00f6tterd\u00e4mmerung ist er \u00fcbrigens ein Hobby-Giftmischer und mobilisiert mit Vorliebe das Heer.<\/p>\n<p>Die Handlung des Nibelungenlieds ist ja weithin bekannt. (Tumber Held kommt in die Metropole Worms, f\u00fchrt sich r\u00fcpelhaft auf, Wormser beschwichtigen ihn, benutzen seine Heldenkraft als Werkzeug f\u00fcr diverse ehrliche und unehrliche Unternehmungen, tumber Held heiratet Kriemhild, Gunther heiratet Br\u00fcnhild, Frauenstreit, Wormser bringen Siegfried um aus Gr\u00fcnden der Ehrenrettung der K\u00f6nigin (im Mittelalter brachte man sich schon wegen viel geringerer Vergehen um! Markgraf Ekkehard von Mei\u00dfen musste sterben, weil er das Essen der Schwestern von Kaiser Otto aufa\u00df!), Hagen versenkt Schatz im Rhein, weil er als der Konservativste aller Konservativen auch nur konservativen Verm\u00f6gensanlagestrategien vertraut, Kriemhild heiratet Etzel, Kriemhild l\u00e4dt die Wormser ins Hunnenland ein, Kriemhild l\u00e4sst 9000 Wormser Knappen umbringen, Hagen bringt Kriemhilds Kind um, Gemetzel bei Etzel, alle sind tot, bis auf die gro\u00dfen Drei, die sterben im Kapitel danach, fertig.) \u2013 Den Menschen des Mittelalters gefiel dieses abrupte, m\u00e4chtige, paukenschlag\u00e4hnliche Ende aber nicht. Irgendjemand dichtete eine lange Fortsetzung, in der es um die Trauer der \u00dcberlebenden geht, um die Beisetzungszeremonien, und in der im \u00dcbrigen Kriemhild von aller Schuld reingesprochen wird. (Frag mal einer die M\u00fctter der armen 9000 Knappen.) Nein, nein, die Figuren des Nibelungenlieds sind alle moralisch grau, bis auf die weise alte gute Ute, die Mutter, aber auf weise alte M\u00fctter h\u00f6rt ja nie jemand.<\/p>\n<p>Widmen wir uns lieber der Vorgeschichte der Ereignisse! Den Kampf mit dem Drachen kennt jeder, aber was machten die Wormser fr\u00fcher? Als Siegfried nach Worms gehen wollte, warnte ihn sein Vater vor den gef\u00e4hrlichen Burgunden. Wie kamen sie zu diesem Ruf? Was f\u00fcr R\u00e4nke schmiedeten sie, welche Intrigen haben sie ersonnen?<\/p>\n<p>Wir treffen Gibich, den alten K\u00f6nig mit der Leidenschaft f\u00fcr Giftanschl\u00e4ge. An seiner Seite sein treuer Berater, der alte Herzog von Tronje, grantig und verl\u00e4sslich. Er h\u00fctet d\u00fcster ein b\u00f6ses Geheimnis. Wir treffen Otto von Sachsen, den K\u00f6nig mit dem Herzen am rechten Fleck und der leeren Schatzkammer. Und wir treffen die prominenten Figuren: Kriemhild, die schon in der Jugend einen Hang zum R\u00e4nkeschmieden hat, aber ihre Listen hinter einer lieblichen Fassade versteckt. Gunther, der ungl\u00fcckselige Thronerbe, der beim Turnier immer aus dem Sattel f\u00e4llt, dessen intellektuelle Neigungen der Vater verachtet, und der zum R\u00e4nkeschmied wird, weil er den offenen Kampf nicht wagt. Dabei will er doch nur ein guter K\u00f6nig sein, aber seine Furcht vor der Macht ist Schw\u00e4che, und Burgunds F\u00fcrsten zerfleischen sich gegenseitig wie ein Wolfsrudel. \u2013 Und wir treffen auf Hagen, den Verwandten der K\u00f6nigsfamilie, der als Geisel am Hunnenhof leben muss bei K\u00f6nig Etzel. Er w\u00fcrde am liebsten Priester werden, denn ihm als Neffe von K\u00f6nig Gibich w\u00fcrde einst ein Bistum winken, und Bisch\u00f6fe sind einflussreiche Besitzer von Grund und H\u00f6rigen, Politiker, die man nicht \u00fcbergehen darf. Das mit dem Priestertum wird freilich nichts, und Hagen wird zum unbeugsamen Krieger. Bis er merkt, dass er auch Talent zur Diplomatie hat, und wer die Zunge und das Schwert zu f\u00fchren wei\u00df, ist ein gef\u00e4hrlicher Mann &#8230; Wir treffen au\u00dferdem auf Dietrich von Bern, Walther von Spanien, Volker von Alzey, Giselher und nat\u00fcrlich Gernot, Bischof Gerd von Worms, und das Pferd namens Totenwache ist auch dabei!<\/p>\n<p>Wer kommt auf das Cover meines neuen Romans? Wer ist es?<\/p>\n<p>Wann erfahren wir es?<\/p>\n<p>Sag es uns!<\/p>\n<p>Ich muss die Verk\u00fcndung des Siegers noch zwanzig Minuten hinausziehen (so geh\u00f6rt sich das bei Castingshows), also machen wir erst einmal ein bisschen Werbung:<\/p>\n<p>General Rudolf von K\u00fcckenstaal hat kein Talent zum Schlachtenlenker. Seine Frau Susanna dagegen ist ein Genie im Erstellen von Operationspl\u00e4nen. Rudolf ist Mitarbeiter im Generalstab, seine Pl\u00e4ne aber stammen von seiner Frau. Dank ihres Talents gewinnt das Kaiserreich Huwelreich seine Feldz\u00fcge \u2013 doch eines Tages stirbt Rudolf. Das ist nicht nur eine Trag\u00f6die f\u00fcr seine Frau, das ist eine Trag\u00f6die f\u00fcrs ganze Kaiserreich: Ohne Susannas Pl\u00e4ne wird Huwelreich seine Kriege wieder j\u00e4mmerlich verlieren. Doch eine Frau beim Heer, das ist undenkbar &#8230; Da beschlie\u00dft Susanna, den Tod ihres Mannes zu vertuschen und sich als General Rudolf K\u00fcckenstaal auszugeben. Es beginnt der gr\u00f6\u00dfte Skandal, den Huwelreich je erlebt hat.<\/p>\n<p>Der neue verr\u00fcckte Roman von Lili Vogel erscheint demn\u00e4chst!<\/p>\n<p>Werbung Ende<\/p>\n<p>Wer kommt auf das Cover \u2013 gut jetzt!<\/p>\n<p>Bejubelt mit mir den Sieger:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-427\" src=\"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Burgund-72dpi-1500x2000-3-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Burgund-72dpi-1500x2000-3-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Burgund-72dpi-1500x2000-3-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Burgund-72dpi-1500x2000-3-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.lili-vogel.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Burgund-72dpi-1500x2000-3.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Es ist &#8222;Der K\u00f6nig von Burgund&#8220;! Exakter Titel: &#8222;Der K\u00f6nig von Burgund und die Geisel&#8220;. Die Wormser haben gewonnen! Juhu!<\/p>\n<p>Und ein Trostpreis f\u00fcr alle, die traurig sind, weil nicht &#8222;Der Kaiser von Berlin&#8220; gewonnen hat:<br \/>\nIch habe bereits ein Buch zum Thema geschrieben. Eigentlich f\u00fcnf.<\/p>\n<p>Denn Kaiser Johann von Hohenmeiningen ist zu einem Drittel inspiriert von Kaiser Wilhelm I., zu zwei Dritteln aber von Kaiser Wilhelm II., so, wie ihn seine Freunde und Anh\u00e4nger sahen. Kaiser Johann hat tausend Hobbys, ist immer gut drauf, immer voller Tatendrang, raubt allen anderen den letzten Nerv, Kaiser Johann will jeden Tag Geburtstag haben, immer geliebt sein, aber er w\u00fcrde nie etwas B\u00f6ses tun wollen. Er ist im Herzen immer Kind geblieben, das spielen will, und im tiefsten Innern hat er nur gute Absichten.<\/p>\n<p>Und noch eine weitere Figur ist von Kaiser Wilhelm II. inspiriert, n\u00e4mlich Guntram von Friedenfels. (Zu 50 Prozent ist er cau\u00dferdem von Franz Joseph inspiriert, und zu ca. zehn Prozent vom Merowingerk\u00f6nig Guntram, der zum Teil wiederum ins Nibelungenlied einging als Gunther, und meine Figuren sind praktisch alle dieselben.) Der Friedenfelser ist so, wie Wilhelm sein wollte. Folgendes Zitat von Wilhelm ist die Basis seiner beiden literarischen Alter Egos (Zit. n. Michael Balfour, Kaiser Wilhelm II. und seine Zeit, 1979 Frankfurt-Berlin-Wien, S. 272)<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich habe mir gelobt, auf Grund meiner Erfahrungen aus der Geschichte niemals nach einer \u00f6den Weltherrschaft zu streben. Denn was ist aus den gro\u00dfen sogenannten Weltreichen geworden? Alexander der Gro\u00dfe, Napoleon der Erste, alle die gro\u00dfen Kriegshelden, im Blute haben sie geschwommen und unterjochte V\u00f6lker zur\u00fcckgelassen, die beim ersten Augenblick wieder aufgestanden sind und die Reiche zum Zerfall gebracht haben.<br \/>\nDas Weltreich, das ich mir getr\u00e4umt habe, soll darin bestehen, da\u00df vor allem das neuerschaffene Deutsche Reich von allen Seiten das absolute Vertrauen als eines ruhigen, ehrlichen, friedlichen Nachbarn genie\u00dfen soll und da\u00df, wenn man dereinst vielleicht von einem Deutschen Weltreich oder einer Hohenzollernweltherrschaft in der Geschichte reden sollte, sie nicht auf Eroberungen begr\u00fcndet sein soll durch das Schwert, sondern durch gegenseitiges Vertrauen der nach gleichen Zielen strebenden Nationen, kurz ausgedr\u00fcckt, wie ein gro\u00dfer Dichter sagt: &#8218;Au\u00dfenhin begrenzt, im Inneren unbegrenzt&#8216;.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und deshalb erkennt man Z\u00fcge von Kaiser Wilhelm in allen bis jetzt erschienenen Huwelreich-B\u00fcchern: Der Kaiser von Huwelreich, Die Rose von Huwelreich, Wie man einen Kaiser erpresst, Der K\u00f6nig von Blauwittern, und im bald erscheinenden &#8222;Der Kaiser, sein Feind und der Krieg&#8220;. \u00dcberall ist Wilhelm dabei.<\/p>\n<p>Das neue Buch aber wird &#8222;Der K\u00f6nig von Burgund&#8220; hei\u00dfen, und es bleibt noch viel zu tun! Die dramatischsten Szenen fehlen noch, Feuersbrunst, Kriege, Morde \u2013 was es eben so gibt im sagenhaften Mittelalter.<\/p>\n<p>Und hiermit geht das Titel-Casting zu Ende, und ich verabschiede mich f\u00fcr heute, denn ich muss weitergehen ins Hunnenland und nach Worms.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist es soweit: Wir enth\u00fcllen den Titel f\u00fcr meinen neuen Roman! Ab heute wird das Projekt nicht mehr kryptisch &#8222;KvB&#8220; hei\u00dfen, sondern einen richtigen Namen haben! Nur noch zwei potentielle Titel sind im Rennen: Der Kaiser von Berlin und Der K\u00f6nig von Burgund Wer kommt auf das Cover meines neuen Romans? 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